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Mehr Mädchen als Jungen forschen in Ostbrandenburg

MOZ / 28.02.2020, 03:00 Uhr - Aktualisiert 01.03.2020, 18:02
Wildau (MOZ) Laura Zastrutzki beugt sich über einen Block und schreibt mit einem grünen Schrift etwas auf eine Seite, die aussieht, als wäre es Papier. Aber es ist kein Papier. Es ist ein "Rocketbook", die Seiten bestehen aus recyceltem Papier, können immer wieder beschrieben werden. "Wie wäre eine Schule ohne Papier?" – mit diesem Projekt haben sie und ihre Mitschülerin Jeannie Maaser am Donnerstag beim Regionalwettbewerb Brandenburg Ost von "Jugend forscht" an der Technischen Hochschule in Wildau teilgenommen. "Ich war sehr aufgeregt", sagt sie.

Die Schülerinnen der 6L des Carl-Bechstein-Gymnasiums in Erkner haben mit ihrer Teilnahme an "Jugend forscht"  zu einem Rekord beigetragen: Denn beim Regionalwettbewerb haben  43 Jungen und 46 Mädchen teilgenommen, also erstmals mehr Mädchen als Jungen. Nadine Auras vom Energiedienstleister EWE, der den Regionalwettbewerb veranstaltet, sagt: "Ich finde das super, es zeigt uns, dass die Mädchen erfolgreich nachgezogen haben und sich für Naturwissenschaften interessieren.

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Jugend forscht in Wildau

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Der Nachwuchswettbewerb für junge Forscherinnen  und Forscher erfreut sich auch in Brandenburg zunehmender Beliebtheit, 13,8 Prozent mehr Anmeldungen wurden für den Wettbewerb 2020 registriert. 54 Projekte hatten sich am Ende für den Regionalwettbewerb Brandenburg Ost qualifiziert, 17 Projekte davon für den Landeswettbewerb, der Anfang April in Schwarzheide stattfinden wird.

Einer von ihnen ist Janek Darowski (16) vom Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium in Frankfurt (Oder), der die Jury mit dem Thema "Optimierung neuronaler Netze unter Einbeziehung der Netzwerkstruktur" überzeugte. Was der Zwölftklässler erklärt, ist für Laien kaum zu verstehen. Er ließ mit seiner Arbeit die Konkurrenten im Fachgebiet Mathematik/Informatik aus dem Oberstufenzentrum Oder-Spree hinter sich. Maximilian Nasert und Willi Krakau hatten einen "Gaststättenroboter mit neuronaler Steuerung" präsentiert.

Die Projekte waren sehr vielfältig – von Arbeitswelt über Chemie bis Geo- und Raumwissenschaften war alles vertreten.  So hatten Johanna Sündermann und Helena Sommer, ebenfalls Schülerinnen der 6L des Carl-Bechstein-Gymnasiums. zum Beispiel untersucht, wie die Bienen gerettet werden können.

Studie über Spreewaldpark

Ihre Mitschüler Lenja Bodenburg und Anton Saager haben sich gefragt, warum der Kleine Spreewaldpark in Schöneiche im Sommer oft trocken fällt und was das für die Pflanzen und Tiere bedeutet. Fünf Monate lang haben sie Fotos gemacht und Wasserproben genommen. Anton Saager erklärt: "Wir vermuten, dass Klimawandel, Wasserentnahme durch die Anwohner und die Brunnengalerie des Wasserwerks Friedrichshagen zu den Ursachen gehören." Auch sie wollen weitermachen, für Schlussfolgerungen ist es einfach noch zu früh. Anton Saager sagt: "Es wäre toll, wenn es wieder mehr Wasser gäbe, Schöneiche ohne Kleiner Spreewaldpark geht nicht."

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