Die Töne werden bei einem Konzert des Frankfurter Staatsorchesters zu hören sein, das sich komplett um den Fluss Oder dreht. Der ist immerhin der fünftgrößte Deutschlands.
Ihre Musiklehrerin am Gauß-Gymnasium hat den Jungs von dem Projekt des Orchesters erzählt; alle drei spielen Instrumente und fanden die Idee interessant. "Es war nur ein bisschen doof, dass wir nur den Herbst und Winter Zeit hatten", findet Marc. Gehofft hatten sie zum Beispiel auf Ruderer, "aber da haben wir Pech gehabt." Auch knackendes Eis gab es keins.
Dafür haben sie an der Insel Ziegenwerder plätscherndes Wasser aufgenommen, die Geräusche der Kläranlage, mit Ästen kleine Strudel im Fluss erzeugt, die Klänge der Pumpen im Wasserwerk, einen tropfenden Wasserhahn an der Schule, die Spülung der Toilette ... Aber auch die Glocken der Marienkirche sind dabei, die man am Oderufer gut hört.
Der Anblick (und Sound) der Oder bedeute für sie schon so etwas wie Heimat, finden Jacob und Marc, die in Frankfurt wohnen. Jorvik wohnt in Müllrose, und auch dort, findet er, sei der große See - also Wasser - ein prägender Ort.
Für das große Frankfurter Orchester ist die Oder sogar ihr direkter Nachbar - sie gucken vom Eingang aus auf den Fluss. Deswegen hatte Musikpädagogin Anne Meier, die das Konzert moderieren wird, schon lange Lust auf das Thema. Mit Musik und einer Geschichte soll die Reise der Oder von der Quelle in Tschechien bis zum Meer erzählt werden.
"Eine Komposition direkt zur Oder gibt es nicht, aber ganz viele zu Wasser", erzählt sie. Sie hat ein spannendes Programm zusammengestellt - der Jugendchor der Singakademie singt Walgesänge, zwei Schüler des Liebknecht-Gymnasiums führen ein Stück des Komponisten John Cage auf. Ihre Instrumente sind ungewöhnlich: ein Wasserkocher, Eiswürfel, Badewanne, eine Quietschente. Die Profi-Musiker spielen aber natürlich auch.
Familienkonzert "OderMusik" am 18. Februar, 11 Uhr, Konzerthalle Frankfurt, Karten unter Tel. 0335 4010120

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