Martim (14), Leonor (9) und andere haben Geld gesammelt, über eine Kampagne im Internet (mithilfe einiger Erwachsener). Und jetzt gehen sie vor ein EU-Gericht in Straßburg. Sie verklagen dort Deutschland und andere europäische Länder, weil die so viel Treibhausgas machen. Ihre Sorge ist, dass es in Zukunft öfter solche Brände wie im Sommer geben könnte. Denn schuld an der Katastrophe in Portugal war - so sehen das zumindest etliche Wissenschaftler - auch die Erhitzung der Erde. Ihre Berechnungen sagen: Der Klimawandel hat zu der Trockenheit, großen Hitze und dem Wirbelsturm beigetragen, der die Flammen noch angefacht hat.
2800 Kilometer von Leiria entfernt: In Eisenhüttenstadt liest die dritte Klasse der Grundschule J. W. v. Goethe in der MOZ einen Artikel über die Klage der Kinder dort. "Das hat exakt zu unserem Thema Kinderrechte gepasst", erzählt Lehrerin Andrea Schulze. Die Schulkinder wollten etwas tun - und haben Postkarten an die Kinder in Leiria geschrieben. "Ich hab geschrieben, dass ich ihre Idee gut finde", erzählt Oskar (8). "Die Zukunft von denen und uns soll nicht zerstört werden. Die Landesbesitzer sagen immer, sie schaffen es, dass die Umwelt sauber bleibt, aber sie schaffen es gar nicht."
Und Mitschüler William (9) meint: "Die Kinder sollen auch gute Luft haben, damit sie nicht krank werden." Sie haben sich ausführlich mit Kinderrechten beschäftigt, nicht nur mit dem auf eine saubere Umwelt, sondern auch mit vielen anderen.
1200 Kilometer weiter: Die Karten aus Brandenburg sind inzwischen in London angekommen. Hier lebt die Anwältin, Rita Mota, die sich um den Fall kümmert. Sie übersetzt die Karten jetzt ins Englische.
Und noch mal 2100 Kilometer weit entfernt: An Weihnachten wird Rita Mota von Großbritannien nach Portugal fahren und die Postkarten übergeben. Und die Klasse aus Eisenhüttenstadt? Wartet jetzt gespannt auf einen Antwortbrief.
Hier gibt es ein kurzes Video über die Kinder von Leiria: http://bit.ly/2nWK7zL