Er und seine Kollegen erforschen dort, wie es dem Wald geht. Das ist wichtig, weil der für uns eine große Rolle spielt - um uns zu erholen, um Holz zu ernten und weil Bäume die Luft filtern und uns so schützen. Brandenburg ist ziemlich reich an Wald - 37 Prozent des Landes sind bewaldet. Jeder von uns hat theoretisch etwa ein halbes Fußballfeld; so viel wie sonst niemand in Deutschland.
Bestimmt hast du schon vom Klimawandel gehört, der dafür sorgt, dass es wärmer und trockener wird. Solche Veränderungen kommen nur langsam bei den Bäumen an; die sind zum Glück ziemlich widerstandsfähig. Aber irgendwann eben doch. Bäume brauchen auf jeden Fall Wasser, - also was macht weniger Regen mit ihnen?
Auch mit solchen Fragen beschäftigt sich Müller. Und was er erforscht, ist wiederum spannend für Kollegen in ganz Deutschland. Brandenburg ist eine Art Labor für den Klimawandel, weil es hier schon lange wenig regnet und der Boden sandig ist. "Bei uns kann man beobachten, was Trockenheit für Folgen hat", erklärt er. Und da man in einem Wald schlecht jeden einzelnen Baum gießen kann, versuchen die Forscher rauszukriegen, wie man den Wald möglichst widerstandsfähig machen kann.
Dafür guckt Müller zum Beispiel mit Kameras im Boden den Wurzeln beim Wachsen zu. Oder gräbt Erdklötze aus und lässt unterschiedliche Bäume darauf wachsen - mit einem kleinen Dach darüber, sodass kein Regen ankommt. Dann wird über Jahre untersucht, welcher Baum das am besten aushält.
Was man jetzt schon weiß: Eine gute Mischung hilft. Der in Deutschland häufigste Baum, die Fichte, hält Hitze leider relativ schlecht aus. Auch ihre flachen Wurzeln sind ein Problem; wenn es (auch eine mögliche Folge des Klimawandels) künftig öfter stark stürmt, werden sie leichter ausgerissen als tief wurzelnde Bäume. In Brandenburg wachsen vor allem Kiefern - die sind anfälliger für Waldbrände als zum Beispiel Buchen. Bei Experimenten hat Müller herausgefunden, dass es mitten in einem Buchenwald um bis zu sechs Grad kühler ist als auf dem Feld daneben.
Sein Ziel für die Zukunft: dass auch seine beiden Enkel und deren Enkel noch im Wald spazieren gehen können.
Die Kinder- und Jugend-Uni in Eberswalde startet am Dienstag; Familientag: Sonnabend (17.3.), 15 Uhr