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Kletterspaß am Werlsee-Nordstrand in Gründheide / Softeis als Markenzeichen / Bademöglichkeit zur Erfrischung

Sommerserie
Mit dem Surfbrett durch den Kiefernwald

Anke Beißer / 16.08.2018, 07:00 Uhr - Aktualisiert 16.08.2018, 17:48
Grünheide (MOZ) Die Sommerferien bescheren den Schülern viele spannende Erlebnisse. Die Redakteure haben lohnende Ausflugsziele in Oder-Spree, Märkisch-Oderland, im Barnim, in Frankfurt und auch in Polen aufgespürt. Heute: Klettern, Softeis und Baden am Werlsee-Nordstrand in Grünheide.

Ein Geheimtipp ist der Kletterwald „disati“ in Grünheide längst nicht mehr, ein lohnendes Ausflugsziel allemal. Und das vor allem deshalb, weil er nicht das einzige  Freizeitangebot am Nordstrand des Werlsees ist. Seitens der Natur wurde der Ort mit einem üppigen Sandstrand beschenkt, der seit jeher Erholung Suchende anzieht. Hier können die Gäste aber nicht nur in der Sonne braten, stattliche Kiefern begrenzen das Areal und bieten bei Bedarf in den Randbereichen Schatten.

Sabine und Dirk Hertam haben sich 2003  dem netten Fleckchen Erde angenommen, 2004 im eigens dafür umgebauten einstigen Sanitärhäuschen eine Strandbar errichtet und somit die Versorgungslücke geschlossen. Kühle Getränke, frisch zubereitete Pizza, Bockwurst und Baguette sind hier im Angebot. Und natürlich darf auch Eis nicht fehlen. Dabei haben sich die Hertams für die Soft-Variante entschieden. „Es gibt sogar Leute, die nur deshalb hier stoppen,  um unseren Eiskaffee mit Vanillesofteis zu genießen“, sagt der Kageler.

Weil die kalte Köstlichkeit so etwas wie ein Markenzeichen am Strand ist, wurde es im eigentlichen Highlight an dem Ort verewigt. Wer sich hoch hinaus unters Dach der Kiefern in den Kletterwald wagt, kann seit diesem Jahr eine Buchstabenkombination überwinden. Sie bildet in luftiger Höhe das Wort Softeis. Solch Details zeigen, die Hertams stecken viel Herzblut in ihren Kletterwald, so dass vieles einzigartig ist.

Seit 2010 können sich Wagemutige in den Kletterparcours austoben, ihre Kondition, Kraft und Höhentauglichkeit unter Beweis stellen.  Fünf verschiedene Runde gibt es, die in einer Höhe von zwei bis 16 Meter in die Bäume gebaut wurden. Drei Stunden hat jeder Zeit, die bis zu 100 Elemente zu überwinden.

„Es gibt keine Dopplung“, verspricht Dirk Hertam. Das komplette Pensum sei zu schaffen, wenn auf Pausen verzichtet wird. Allerdings werde stets an die Vernunft der Gäste appelliert, damit keiner über seine Grenzen hinausgeht. Vor allem bei hochsommerlichen Temperaturen. „Wir mussten einigen aus dem Wald helfen, die die Hitze unterschätzt und zu wenig getrunken haben“, erzählt Robert Galk. Der 19-jährige Rüdersdorfer gehört wie Hannah Schüßler (17) aus Erkner zum 16-köpfigen Team, das sich um die Besucher und deren Sicherheit kümmert.

Die Jugendlichen sind mit Spaß bei der Sache, mögen es, sich mit den jungen Leuten zu befassen, sie zu ermuntern, gut zuzureden und sie notfalls zu retten. Gesucht hatten beide ursprünglich nur einen Job, inzwischen schätzen sie die Gemeinschaft im Team. Und sie haben Freude am Klettern gefunden, turnen mutig durch die Parcours. Die sind mit Leitern, Schaukeln, Bobbycar, Schlitten, Skiern, Surfbrett, Wippe, Netzen, Boot und Rutsche bestückt und dürfen von Gästen überwunden werden, die mindestens acht Jahre alt sind und über eine Griffhöhe von 1,60 Meter verfügen. Helm und Handschuhe braucht es nicht. Wer jünger und kleiner ist, kann aber ebenso viel Spaß haben: Es gibt einen Mini-Parcours in Bodenhöhe. Selbst Vierjährige dürfen sich hier ausprobieren – begleitet von einem Erwachsenen, der notfalls helfen kann.

Das Nebeneinander von Strand, Strandbar und Kletterwald hat den Vorteil, dass es quasi kein Anstehen gibt. Jede halbe Stunde werden 20 Gäste eingewiesen und können danach loslegen. „Wer nicht gleich dran ist, kann baden gehen, Volleyball spielen oder eben erst einmal ein Softeis schlecken“, empfehlen die Hertams.

Informationen

■Anfahrtinfo: Der Werlsee-Nordstrand von Grünheide nebst Kletterwald „disati“ ist mit dem Auto über die L 231  zu erreichen und befindet sich auf halber Strecke zwischen Grünheide und der Autobahn-Anschlussstelle vom östlichen Berliner Ring (Erkner/Grünheide).

■Öffnungszeiten: Der Kletterwald und die Strandbar sind in den Ferien täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet, ab kommender Woche freitags ab 13 Uhr sowie sonnabends und sonntags ab 10 Uhr (ab September ab 11 Uhr). Witterungsbedingte Abweichungen sind möglich.

■Infos: www.kletterwald-gruenheide.de

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