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Landratswahl
SPD fordert vom Kreistag, Wählerwillen zu achten

In beiden Wahlgängen hatte Ralf Reinhardt die Mehrheit erlangt. Die SPd fordert den Kreistag auf, das zu würdigen.
In beiden Wahlgängen hatte Ralf Reinhardt die Mehrheit erlangt. Die SPd fordert den Kreistag auf, das zu würdigen. © Foto: Markus Kluge
Christian Schönberg / 15.05.2018, 18:30 Uhr
Ostprignitz-Ruppin Der Kreisvorstand der SPD hat an den Kreistag appelliert, Ralf Reinhardt erneut zum Landrat zu wählen. „Ich bin mir sicher, dass die Kreistagsmitglieder von Ost­prignitz-Ruppin  im Sinne der Demokratie dem deutlichen Wählerauftrag folgen“, sagte die Vorsitzende des SPD-Unterbezirks, Ulrike Liedtke, am Dienstag nach der Sitzung des Vorstands am Abend zuvor.

Reinhardt hatte am 6. Mai 59 Prozent der abgegebenen Stimmen geholt und um 0,7 Prozentpunkte das Quorum von 15 Prozent sämtlicher Wahlberechtigter verfehlt. Deshalb muss jetzt der Kreistag die Stelle ausschreiben und schließlich wählen. Im obersten Entscheidungsgremium des Kreises gibt es aber derzeit keine klaren Mehrheiten für die SPD. Liedtke erinnerte gestern ans Havelland. Dort habe 2016 „gerade die CDU eingefordert, den Wählerwillen der dort gescheiterten Direktwahl zu akzeptieren“, gibt sie zu bedenken. Damals hatte Roger Lewandowski (CDU) 53 Prozent geholt, das Quorum verpasst – und wurde dann mit SPD-Stimmen vom Kreistag gewählt.

Der Vorstand der Ostprignitz-Ruppiner CDU will in der kommenden Woche sondieren, wie es nach der ungültigen Direktwahl weitergehen soll.

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