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Landratswahl
CDU und Linke besiegeln Kooperation

Egmont Hamelow (CDU) tritt gegen Landrat Ralf Reinhardt (SPD) an.
Egmont Hamelow (CDU) tritt gegen Landrat Ralf Reinhardt (SPD) an. © Foto: Tilman Trebs/MOZ
Christian Schönberg / 20.08.2018, 19:16 Uhr
Neuruppin (MOZ) Egmont Hamelow (CDU) hat am 6. September allerbeste Chancen, zum neuen Landrat von Ost­prignitz-Ruppin gewählt zu werden. Ihn trägt eine breite Mehrheit des Kreistages aus CDU, Linken, Kreisbauern und Freie-Wähler-Gruppen.

Gute Chancen für den Wechsel auf den Chefposten hat er vor allem, weil Linke und CDU sich auf ein gemeinsames Positionspapier einigen konnten. Das war mit der SPD, die mit Amtsinhaber Ralf Reinhardt ins Rennen geht, nicht möglich gewesen, sagte Linken-Co-Fraktionschef Freke Over: „Die SPD hatte uns deutlich erklärt, dass sie keine schriftliche Vereinbarung über Inhalte treffen wollte.“ Das sei ein deutliches Wort gewesen. Deshalb sei er froh, dass es nun gelungen ist, etwas vorzulegen, an dem die Bürger die Abgeordneten messen können. Allerdings musste die CDU von ihrem einstigen Landratsbewerber Sven Deter Abstand nehmen: „Wir haben uns frühzeitig erklärt, ihn nicht unterstützen zu wollen“, so Over. Deter selbst sagte, dass er froh ist, „nun einen Politikwechsel hinzubekommen“. Personelle Befindlichkeiten müssten dann zurückstehen.

Der Chef der Kreis-CDU, Jan Redmann, sieht in der Kooperation zwischen Linken und CDU nichts Ungewöhnliches im Land Brandenburg. Auf kommunaler Ebene habe es solche Zusammenarbeit schon seit Längerem gegeben, nun eben auch in Ostprignitz-Ruppin: „Ein Testlauf für die künftige Landtagswahl ist das nicht“, sagte er. Es gebe zwar immer noch Stimmen in der CDU, die die Linke „verteufeln“, führte er fort: „Ich bin da aber anderer Ansicht. Das ist eine Partei, mit der man reden kann.“

Das gemeinsame Positionspapier sieht unter anderem die Einführung eines Bürgerhaushalts vor, die Senkung der Kreisumlage auf 43 Prozent, einen Goldenen Plan Sport, eine Ombudsstelle für Hartz-IV-Empfänger und dezentrale Bürgersprechstunden des Landrats. Die Linke bekommt zudem prioritäres Vorschlagsrecht für den künftigen Vize-Landrat, der auch bald neu gewählt wird.

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