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Heimatfest
Bewundertes Königspaar

Jörg Kotterba / 12.08.2019, 07:00 Uhr
Neuzelle Die Maiers aus Frankfurt waren ganz aus dem Häuschen. Als Quartett steuerten sie Sonnabend Neuzelle und somit das 6. Heimatfest im Freibad an. "Wir wollen alle den Festumzug sehen. Unser elfjähriger Sohn Kai möchte unbedingt das Tischtennis-Turnier besuchen. Meine Mutter Doris ist aufgeregt, weil Ronny Gander sicher wieder für eine Super-Schlagerparty sorgt. Und meine Ina und ich? Ach, Vorfreude pur. Auf alles", fasste Marco Maier kurz nach Ankunft seine Gefühle zusammen.

Der Festumzug, um es auf den Punkt zu bringen, war trotz überschaubarer Kulisse am Straßenrand ein Augenschmaus. Vom Stift Neuzelle bis zum Festgelände im Freibad, geschätzte 2500 Straßenpflaster-Meter, präsentierten sich in zünftiger Kluft oder im festlichen Zwirn unter anderem der Sportfischerverein Barsch um Präsident Udo Krüger; die Schützengilde; der Kummroer Traditionsverein mit der 2018 gewählten Erntekönigin Sylvia Jäncke; die TTF, die Tisch-Tennis-Freunde mit Frank Leh an der Spitze – und die Gäste aus der Partnergemeinde Langenberg (Nordrhein-Westfalen ) mit Susanne II. und René I., dem frisch gewählten Königspaar.

"Im kommenden Jahr sind wir zum 25. Mal in Neuzelle. Unsere Gemeinde mit etwa 8600 Einwohner und Neuzelle mit halb so viel Bewohnern rücken immer näher zusammen", zog Hans-Georg Löppenberg am Rande des Festgeschehens eine kleine Bilanz. Der Bauingenieur aus Langenberg ist dort stellvertretender Chef der St. Antonius-Schützenbruderschaft Benteler. Die wurde anno 1900 als Krieger- und Landwehrverein ins Leben gerufen und zählt jetzt mehr als 800 Mitglieder. Löppenberg berichtete, dass bei einem Offenen Vogelschießen das Königspaar ermittelt wird. "Diesmal war René Kölbel der Beste. Nun sind er und seine Susanne unser Königspaar."

Nicht schlechter als sein Namensvetter Kölbel schießt der Neuzeller René Lämmermann. Der 52-jährige Raumausstatter ist einer von 40 Mitgliedern der Schützengilde 1842 und wurde Sonnabend in der Disziplin Kleinkaliber mit einem Schuss auf die Ehrenscheibe Schützenkönig. "Den Verein gibt es eigentlich schon seit 1838. Auf unserem Schießstand in der Bahnhofstraße wird mit dem Luftgewehr und mit dem Kleinkaliber kurz und lang geschossen", informierte Bürgermeister Dietmar Baesler, selbst Mitglied des Vereins.

Vereine präsentieren sich

Auf diesem Heimatfest, legte er derweil nach, präsentieren sich Neuzeller Vereine, "die so wichtig für unseren Ort sind. Die vielen Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich, bringen Schwung in Neuzelle", lobte der Bürgermeister das ehrenamtliche Engagement. Das Fest würde aber auch genutzt, um Gästen das wunderschöne Freibad der Gemeinde mit seiner angrenzenden Mehrzweckhalle zu präsentieren. "Und zum Dritten pflegen wir hier und jetzt die Partnerschaft mit Langenberg. Darauf sind wir stolz", fügte Dietmar Baesler hinzu.

Die Maiers aus Frankfurt wurden am Nachmittag vor den Ständen des Keramik- und Neuzeller Kloster-Winzer-Vereins gesehen. Dort war das Ehepaar Martina und Burkhard Jantke präsent. Sie zeigte Keramik aller Art, von den elf Damen des Vereins geformt. Und er präsentierte Erträge vom Stiftsberg, wo seit 2001 wieder Wein angebaut wird. An 420 Stöcken wachsen neben Weinsorten wie Muskat und Frühburgunder auch die neuen resistenten Züchtungen Aron (weiß), Phönix (weiß) und Regent (rot). "Er reicht, um unsere Weinproben über das Jahr durchzuführen. Auf dem Neuzeller Weihnachtsmarkt dann bieten wir unseren international berüchtigten weißen Glühwein an", kündigte Burkhard Jantke schon an. Und lächelte dabei süffisant.

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