Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de
Lufthansa-Streik

Lufthansa-Streik

Für tausende Passagiere aus aller Welt war am 31. August am Frankfurter Flughafen Endstation: Der nächste Streik könnte schon bald folgen. Wann und wo es genau weitergeht, bleibt zunächst offen.

© Foto: dpa

Luftverkehr
Fraport will Passagiere in eigener Regie kontrollieren

Fraport drängt weiterhin darauf, die Sicherheitskontrollen für die Passagiere selbst zu organisieren.
Fraport drängt weiterhin darauf, die Sicherheitskontrollen für die Passagiere selbst zu organisieren. © Foto: Boris Roessler/dpa
dpa-infocom / 29.05.2018, 15:46 Uhr - Aktualisiert 29.05.2018, 14:16
Frankfurt/Main (dpa) Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport dringt weiterhin darauf, die Sicherheitskontrollen für die Passagiere selbst zu organisieren. Bislang ist dafür die Bundespolizei zuständig.

Entsprechende Gespräche würden bereits mit dem Bundesinnenministerium geführt, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte am Dienstag bei der Hauptversammlung des MDax-Konzerns.

Lange Wartezeiten an den Pass- und Sicherheitskontrollen haben zu heftiger Kritik des Hauptkunden Lufthansa geführt. Fraport hatte in der vergangenen Woche angekündigt, kurzfristig weitere Kontrollstellen einzurichten, um dem stark wachsenden Passagierandrang Herr zu werden. Im vergangenen Jahr war die Zahl der Fluggäste am größten deutschen Flughafen um 6,1 Prozent auf 64,5 Millionen gewachsen. Im laufenden Jahr betrug die Steigerung in den ersten vier Monaten 8,7 Prozent.

Mittelfristig will Fraport bei den Personen- und Handgepäckskontrollen von der Bundespolizei die Koordinationsaufgabe übernehmen. «Wir möchten die Prozesse ändern, um die Abläufe flexibler zu gestalten und zu beschleunigen. Wir möchten in den Verträgen mit Dienstleistern Leistungsanreize setzen. Und wir möchten modernste Technik schneller beschaffen können», sagte Schulte laut Redemanuskript.

Geschäftlich konnte der Vorstandschef vor allem auf Erfolge der weltweit betriebenen Tochterflughäfen und Beteiligungen verweisen, die inzwischen ein knappes Drittel zum Gewinn (Ebitda-Basis) beitragen. Zuletzt kamen 14 Regionalflughäfen in Griechenland sowie zwei brasilianische Airports neu ins Portfolio. Für 2018 erwartet das Unternehmen einen Ergebnisanteil der internationalen Beteiligungen von an die 40 Prozent.

Im vergangenen Jahr steigerte der Konzern seine Erlöse um 13,5 Prozent auf gut 2,9 Milliarden Euro. Unter dem Strich sank der Gewinn wegen Sondereffekten aus dem Vorjahr aber um zwölf Prozent auf 330 Millionen Euro. Eine höhere Dividende soll es im laufenden Jahr geben, wenn der Gewinn wieder auf 400 bis 430 Millionen Euro steigen soll. Fraport peilt einen Umsatz von bis zu 3,1 Milliarden Euro an.

Mit großer Mehrheit von 99,97 Prozent nahmen die Anteilseigner den zum Vorjahr unveränderten Dividendenvorschlag von 1,50 Euro für das Geschäftsjahr 2017 an. Auch Vorstand und Aufsichtsrat wurden mit hoher Zustimmung entlastet.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG