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zur Gewalt gegen Frauen
Eine Aufgabe für alle

Michael Gabel
Michael Gabel © Foto: MMH
Michael Gabel / 25.11.2019, 19:56 Uhr
Berlin (NBR) Auch wenn die Zahl der Anzeigen von Frauen gegen ihre gewalttätigen (Ex-)Partner im vergangenen Jahr leicht gestiegen ist, bleibt unsicher, ob damit auch die Gewalt gegen Frauen zugenommen hat.

Möglich ist nämlich, dass sie – auch infolge der "MeToo"-Bewegung – mutiger geworden sind, wenn es darum geht, gegen ihre Peiniger vorzugehen. Statistisch lässt sich das nicht letztgültig klären. Ebenso ungewiss ist, wie groß das Dunkelfeld nicht gemeldeter Taten ist. Ermittler sagen, es sei wesentlich größer als das Hellfeld.

Sicher ist dagegen, dass wir alle mehr tun können, um Frauen in Notsituationen zu helfen. So sollten sich Verwandte, Freunde oder Nachbarn öfter einmischen, wenn sie den Verdacht haben, dass es in einer Beziehung zu körperlicher Gewalt kommt oder ein Ex seine frühere Partnerin bedroht. Zudem sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass es genug Frauenhäuser gibt, in denen Betroffene Zuflucht finden. Doch da gibt es große Lücken. Dass der Bund nun mit einer Finanzspritze dazu beitragen will, diese zu schließen, ist gut. Aber die eigentlich zuständigen Länder müssen auch mitziehen.

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