Mit viel Gefühl wurde das Blech des 4,59 Meter langen Koreaners modelliert. Die Frontpartie des Kompakten erinnert an die sportliche Fastback-Variante. Ansonsten gefällt uns beim Design der Rucksack-Variante die richtig sportlich gezeichnete Silhouette wie auch das harmonisch integrierte Heck. Der Innenraum zeigt vorn klare, horizontal ausgerichtete Linien und einen Arbeitsplatz, der keine Rätsel aufgibt. Das Cockpit gefällt mit wertigen, aufgeschäumten Kunststoffen, filigran eingesetzten Tasten und Schaltern. Auf der Mittelkonsole prangt in unserem Testwagen ein 8 Zoll großer Touchscreen.
Nächster Pluspunkt: Das Gepäckabteil. Denn natürlich hat man dem Kombi ein ordentliches Heck auf den Rücken geschnallt. Dass dies zu den Klassenbesten gehört, ist dem Asia-Frachter von außen kaum anzusehen. Die Klappe reckt sich schon mal hoch, während die Ladekante niedrig ist (62 Zentimeter). Zudem gibt es an Bord ausreichend Ösen zum Verzurren von Kisten und Kästen. Und was lässt sich bunkern? Vom Urlaub bis zum Umzug eigentlich alles. Denn durch 2,65 Meter auseinander stehende Achsen ist der Platz tatsächlich üppig: 602 bis 1.650 Liter. Auch die Zuladung ist okay, können doch dem Kombi mehr als eine halbe Tonne zugemutet werden.
Trotz des üppigen Gepäckraums kommen die Passagiere in Sachen Platz nicht zu kurz. Alle Sitze sind komfortabel und ausreichend straff gepolstert. Vorn gibt es viel, hinten ausreichend Bewegungsfreiheit.
Als Antrieb haben wir den 1.6er Diesel mit 136 PS. Er gehört zur neuen Ölbrenner-Generation "SmartStream", die auch im Kona und Tucson verpflanzt werden. Was sie auszeichnet? Ein größeres Drehzahlspektrum, in dem das maximale Drehmoment anliegt, mehr Effizienz sowie ein geringerer Kraftstoffverbrauch. Lieb zur Umwelt sind die Antriebe auch – dank einer SCR-Harnstoffeinspritzung zur Verringerung von Stickoxiden.
Und in der Praxis? Der saubere Ölbrenner gibt sich über Land und auf der Autobahn als ein stets ausreichend starker und handfester Vierzylinder mit ansprechender Laufkultur und guter Leistungsausbeute (320 Nm). Im Schnitt nimmt er sich nur 4,3 l (CO2-Wert 113 g/km) aus dem 50-Liter-Tank. Die Lenkung ist direkt, das 7-Gang-Doppelkupplungs-Getriebe arbeitet perfekt und beim Abrollkomfort fand man – wie es sich für einen Kombi gehört – den goldenen Mittelweg zwischen hart und weich.
Neben dem üppigen Platzangebot hat der Kombi auch umfangreiche Sicherheitssysteme. Und auch sonst ist in dem Modell viel drin und dran. Die Style-Ausstattung ist sogar nahezu komplett. So sind u. a. Serie Klimaautomatik, 8-Zoll-Farb-Touchscreen, DAB-Radio, kabellose Ladefunktion, Rückfahrkamera, 17-Zoll-Alufelgen, Verkehrszeichenerkennung, el. Parkbremse, Schaltwippen am Lenkrad, Bordcomputer, Tempomat, Nebelscheinwerfer, beheizbares Multifunktionslenkrad, Drive Mode (3 Modi für Lenk- u. Schaltcharakteristik), Sitzheizung vorn, Einparkhilfe vorn und hinten. Voll-LED-Scheinwerfer kosten 900 Euro extra, ein Glasschiebedach 1100 Euro.
Übrigens, entwickelt wurde der Kombi (wie auch die Limousine) im hauseigenen europäischen Design- und Entwicklungszentrum in Rüsselsheim und vom Band rollt er im  tschechischen Hyundai Werk in Nošovice.
Rainer Bekeschus

MäMa-Testfahrt: Hyundai i30-Kombi


Hyundai i30 Kombi

1.6 CRDi Style

Motor: 1,6-Liter-Vierzylinder-TD, 136 PS, 7-Gang-DCT, Frontantrieb

0 - 100 km/h: 10,1 Sek.

Spitze: 200 km/h

Verbrauch: 4,3 Liter Diesel

CO²-Wert: 113 g/km

Kofferraum: 602 bis 1650 l

Preis: ab 30.680 Euro