Suzuki hat es im ersten Halbjahr bei uns auf einen Zuwachs von 27,1 Prozent gebracht, während der Gesamtmarkt um 14,9 Prozent zulegte. Insbesondere der Swift verkaufte sich prächtig, aber auch Vitara und Ingnis verbuchten satte Gewinne.

Motor

Motorenvielfalt hat Suzuki beim Vitara gestrichen – es gibt nur noch einen Mild-Hybrid-Benziner. Das bedeutet: Ein Vierzylindermotor mit 1,4 Litern Hubraum und 129 PS wird elektrisch beim Anfahren und Beschleunigen unterstützt. Die dafür nötige Batterie wird mit Energie gefüttert, die beim Bremsen gewonnen wird. Das Ganze funktioniert unauffällig und gut, das maximale Drehmoment beträgt 235 Newtonmeter. In 10,2 Sekunden kann man von 0 auf Tempo 100 kommen, auf der Autobahn sind problemlos 190 km/h möglich. Nur das Sechs-Gang-Schaltgetriebe könnte, besonders beim Rückwärtsgang, etwas weniger hakelig sein.

Karosserie/Ausstattung

Einen Vitara gibt es von Suzuki bei uns seit 1988 – für zunächst zehn Jahre. Darauf folgte ein Grand Vitara, um 2015 wieder schlicht zum Vitara zu werden. Der hat mittlerweile einige Überarbeitungen hinter sich, wie etwa die Front oder die heute zweifarbige Lackierung bezeugen. Womit er sich optisch weiterhin ordentlich schlägt – nicht als Schönling, sondern als bodenständiger Geländegänger. Auch innen gibt es keine überbordenden Digitalexperimente, sondern selbsterklärende Funktionalität. An der Materialauswahl dürfte aber etwas gearbeitet werden.
Für ein 4,17-Meter-Gefährt bietet der Vitara ordentlich Platz für Insassen und Gepäck (375 Liter Kofferraum). Ab Werk hat der Vitara etwa sieben Airbags, Klimaautomatik, Verkehrszeichen- und Müdigkeitserkennung, Licht- und Regensensor, Spurhaltesystem, Nebelscheinwerfer, Fensterheber vorn, adaptiven Tempomat und fernbedienbare Zentralverriegelung.

Fahrverhalten

Das Fahrwerk stellt einen guten Kompromiss aus Dynamik und Komfort dar. Auch Lenkung und Bremsen überzeugen. Der Vitara ist handlich und lässt sich so in der Innenstadt genauso wie auf schmalen Bergstraßen problemlos bewegen – wobei in den Bergen dann noch der in unserem Testwagen vorhandene Allradantrieb, der sich in vier Modi nutzen lässt, als willkommene Unterstützung zur Verfügung steht.

Wirtschaftlichkeit

Den Einstieg in einen Vitara gibt es ab 25.450 Euro – mit Frontantrieb. Der von uns gefahrene Allrad-Vitara mit Handschalter startet (mit besserer Ausstattung) bei 28.500 Euro. Offiziell verbraucht man 5,9 Liter Super auf 100 Kilometer (132 g/km CO2), einen Liter mehr sollte man einkalkulieren.

Fazit

Ganz sicher kein Schickimicki-Fahrzeug, aber ein durchaus ansehnliches, dabei bodenständiges SUV, das in der Summe seiner Qualitäten überzeugen kann.