Volkswagen hat in diesem Jahr auf dem Heimatmarkt um 7,2 Prozent zugelegt, der Gesamtmarkt dagegen schrumpfte um 1,2 Prozent. Während Klassiker wie Polo, Golf und Passat verloren, legten etwa Up, Arteon, Tiguan, T-Cross und T-Roc zu.
 

Motor

Einen Benziner (280 PS) und einen Diesel (200 PS) gibt es, sonst nichts. Der von uns gefahrene Selbstzünder holt aus zwei Litern Hubraum 400 Newtonmeter maximales Drehmoment. Das sorgt für ordentlichen Vortrieb – in 7,3 Sekunden kann man von 0 auf Tempo 100 kommen und auf der Autobahn sind 228 km/h möglich. Der Klang ist kultiviert, was auch am Sieben-Gang-DSG liegt, das sehr gut mit dem Motor harmoniert.
 

Karosserie/Ausstattung

Der VW Passat ist seit Jahrzehnten beliebt. Und zudem in Deutschland ein klassischer Dienstwagen – vorzugsweise in der traditionell Variant getauften Kombivariante. Mehr auf das private Publikum zielt dagegen der Passat Alltrack. Der ist höher gelegt, hat Allradantrieb und kann Boots- oder Pferdeanhänger beziehungsweise Wohnwagen ziehen. Seit 1984 gibt es einen Allrad-Passat bereits, Alltrack heißt er aber erst seit 2012. Er soll heutzutage klassischen Kombi-Kunden zeigen, dass man nicht unbedingt ein SUV kaufen muss, auch wenn die ja noch immer voll im Trend liegen.
Und unzweifelhaft sieht der 4,78 Meter Länge Alltrack gut aus, Allradattribute wie der Unterfahrschutz stehen ihm gut. Innen geht es edel und geräumig (Kofferraum 650 Liter) sowie funktional zu. Zur Serienausstattung gehören etwa automatische Distanzregelung, Assistenten für Müdigkeit, Spurhalten, Regen und Fußgängererkennung, Audioanlage, Klima, beheizbare Außenspiegel und Leichtmetallräder.
 

Fahrverhalten

Ganz nach Bedarf lässt sich das Fahrwerk des Allradfahrzeugs variieren: Der Alltrack verfügt serienmäßig über eine Fahrprofilauswahl, die auch den Offroad-Modus offeriert. Auf Knopfdruck werden damit alle relevanten Fahr- und Assistenzsysteme, das Fahrwerk sowie die Motor- und Getriebesteuerung auf den Geländeeinsatz abgestimmt. Da es auch noch 17 Zentimeter Bodenfreiheit gibt, ist der Alltrack nicht nur Schein, sondern auch Sein – zumindest bei wirklich schlechten Wegen. Für echte Geländefahrt reicht das nicht. Allerdings: Der Wagen ist mit allerlei Edelstahl und Chrom versehen und auch sonst von sehr ordentlichen Material. So wirklich verschmutzen möchte man das Auto eigentlich nicht. Im Sportmodus dagegen lässt sich gut um Kurven flitzen.
 

Wirtschaftlichkeit

Ein Schnäppchen ist der Alltrack wahrlich nicht – bei 51.765 Euro geht es los. Zum offiziellen Verbrauch von 5,2 Litern Diesel auf 100 Kilometer (137 g/km CO2) sollte man im wahren Leben einen halben Liter dazurechnen.
 

Fazit

Kombi at its best – der gute alte Kombinationskraftwagen ist als Alltrack voll auf der Höhe der Zeit, edel und funktional zugleich und durch den Allradantrieb auch tauglich für schlechte Wege. Es muss wirklich nicht immer SUV sein.