Motor
Für die bei uns übliche kürzere S-Klasse gibt es zwei Diesel (darunter ein Hybrid) und drei Benziner (ebenfalls mit einer Hybridvariante) - der Einstiegsdiesel ist dabei ein Vierzylinder, ansonsten werden Triebwerke mit sechs und acht Zylindern angeboten. Damit liegt man zwischen 231 PS und 585 PS. Nur für die lange S-Klasse, in China und Arabien beliebt, gibt es zwei Zwölfzylinder-Benziner, die es auf 530 PS und 630 PS bringen. Der von uns gefahrene S 400 Hybrid holt aus einem Sechszylinder-3,5Liter-Benziner 306 PS (370 Newtonmeter) und 27 PS (260 Nm) aus dem Elektromotor. Das reicht für eine seidenweiche Beschleunigung in unter sieben Sekunden von 0 auf Tempo 100. Schluss ist bei 250 km/h. Die Sieben-Gang-Automatik passt wunderbar.
Karosserie/Ausstattung
Die S-Klasse ist das Flaggschiff seit 1972, mittlerweile ist man bei der sechsten Generation angelangt. Mercedes hat es geschafft, die neue S-Klasse kleiner wirken zu lassen, also sie mit ihren 5,12 Metern Länge selbst in der Kurzversion ist - eine sehr elegante Linienführung. Wobei das bekannte S-Klasse-Gesicht jetzt deutlich dynamischer aussieht. Innen gibt es sehr viel Platz, tadellose Verarbeitung, großartige Geräuschdämmung - einfach Wohlfühlatmosphäre. Sitzeinstellung an der Tür und Automatikhebel am Lenkrad sind typisch. Trotz aller Tradition aber: Zwei große Farbmonitore ersetzen den klassischen Tacho und sonstige Anzeigen. Dafür braucht man keine langen Erklärungen - die sonstige Bedienung schon. Für das Gepäck gibt es 510 Liter Kofferraum - aber keine Erweiterungsmöglichkeit. Der Wagen ist eine geballte Ladung Elektronik. Besonders in Sachen Sicherheit geht Mercedes nach vorn: Verkehrszeichenerkennung mit Geisterfahrerwarnung, Notbremssystem, Assistenten für toten Winkel und gegen Müdigkeit, Gurtairbags im Fond und vieles mehr sind möglich.
Fahrverhalten
Nicht sportlich-ambitioniert - aber dynamisch. Der Hecktriebler will kein Rennwagen sein, unterstützt jedoch flottes Vorwärtskommen. Wobei die Luftfederung die Insassen von jeder Art Bodenunebenheit abschirmt.
Wirtschaftlichkeit
Bei Mercedes gibt es den Einstieg traditionell mit einem Diesel - in der S-Klasse ist das der Diesel-Hybrid S 300, der mit mindestens 80 920 zu Buche schlägt. Der von uns gefahrene Benzin-Hybrid S 400 (Einstieg in die Welt der Ottomotoren) kommt auf 86 335 Euro. Die Krux am Hybrid: Es kommt doch sehr darauf an, wo man ihn wie fährt. In der Stadt beim Stop-and-go-Verkehr ist die Einsparung zweifellos spürbar. Auf dem Land und auf der Autobahn bewegt man sich zwischen neun und elf Litern Super - der offizielle Verbrauch aber sind 6,3 Liter. In der Versicherung gelten die Klassen 21/29/30 (Haftpflicht/Voll-/Teilkasko) - der Diesel-Hybrid ist in der Haftpflicht mit der 20 etwas billiger, sonst aber identisch teuer.
Fazit
Diese S-Klasse ist ein großes Stück Ingenieurskunst - dabei elegant verpackt und sehr angenehm zu fahren, aber natürlich auch zum ambitionierten Oberklassepreis der Stuttgarter Stern-Marke.