Clubs und Diskotheken geschlossen, Silvesterbälle abgesagt. Für so manchen könnten die kommenden Feiertage eintönig werden. Wem es allerdings rein um die Bewegung, ums Tanzen geht, für den hat Ubisoft vorgesorgt.

Trost für geschlossene Club und Diskos

Denn mit „Just Dance 2022“ liefert der Publisher das alljährliche Update des beliebt-berühmten Tanzspiels für die Konsolen. Sollte es tatsächlich jemanden geben, der das Spielprinzip nicht kennt, hier eine kurze Zusammenfassung. Songs aller Genres und Epochen wurden von Profitänzern nach vorgegebenen Choreographien eingetanzt und dann im Comicstil verfremdet. Am Spieler ist es nun, die Moves so exakt und vor allem im Rhythmus nachzutanzen. Kontrolliert wird das entweder über eine systemspezifische Kamera oder mittlerweile auch per Handy, auf dem die Just-Dance-App installiert sein muss. Für Übereinstimmungen bei den Bewegungen gibt es Punkte und ab einer bestimmten Anzahl Sterne. Daraus ergeben sich Highscores, die man entweder im Freundeskreis oder online mit einer weltweiten Community ermittelt.
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Das Spielprinzip ist defacto seit Jahren gleich und bewährt. Ob als Solokünstler oder im Koop- bzw. Battle-Modus mit bis zu sechs Spielern insgesamt und natürlich online gegen die ganze Welt - als Limit kommt eigentlich nur der Platz vor dem Fernseher in Frage. Egal, für welche Spielart man sich entscheidet, Spaß steht an erster Stelle. Denn die wohl mittlerweile am meisten genutzte Handy-Analyse der Darbietungen ist eigentlich nur rudimentär genau. Echte Wettkämpfe sollte man sich nicht liefern oder dafür eine entsprechende Kamera der Konsole nutzen. Aber auch die sind nicht immer fehlerfrei. Gleiches gilt für die Ergebnisse, die der sogenannte Sweat-Modus liefert. Hier wird die Tanzerei zum Workout, bei dem das System die Kalorien mitzählt. Freilich ohne, dass wir alle persönlichen Körperdaten preisgeben müssten, was wohl Bände über die Ergebnisse der Zählungen aussagt.

40 neue Titel auf der Tanz-Liste

Wie jedes Jahr erfreut Ubisoft die tanzende Gemeinde mit frischen Tracks. Wobei frisch eher relativ ist. So gibt es in der 2022-er Ausgabe 40 neue Titel, die teils aus den Charts und teils aus dem Archiv stammen. Wer schon die Vorgängerversionen des Games sein eigen nennt, kann so auf eine stattliche Auswahl getanzter Vorlagen zurückgreifen. Allen anderen bietet Ubisoft mit „Unlimited“ ein Abo-Model, das viele hundert Titel bietet und entsprechende monatliche Kosten verursacht. Dank eines Probezeitraums kann man hier aber mal schnuppern. Last but not least gibt es einen Kindermodus mit besonders eingänglich choreographierten Songs. Allerdings sind das nur acht, nicht wirklich der Rede Wert. Und da man auch sonst sehr auf Jugendschutz Wert gelegt hat und zweifelhafte Textstellen einfach ausblendet, sollten jüngere Tänzer einfach bei den Großen mitmachen. So schwer ist’s nun wirklich nicht.

Qual der Wahl

User-Interface wie auch Belohnungssystem orientieren sich an den Vorjahren. Hier hätte etwas frischer Wind sicher gut getan, aber schlimm ist das wirklich nicht. Am Ende fragt sich natürlich, wer sich die aktuelle Ausgabe des Games kaufen soll. Vieltänzer, die auch die Vorjahresversion besitzen, kommen aufs Jahr gerechnet mit dem Abo-Modell sicher günstiger. Wer noch keine Vollversion besitzt, für den stellt sich die Frage dann natürlich nicht. Website