Multi-Ladegeräte sind ein Teil der Lösung. Sie beugen dem Stau an der Steckdose vor und dämmen ein wenig den Kabelsalat ein. Pfiffige Lösungen gibt es da einige am Markt. Nicht immer kommen sie von den Big Playern der Zubehörbranche. Im polnischen Krakau hat beispielsweise Green Cell seinen Stammsitz. 2013 von Pawel Ochynski gegründet, sieht das Unternehmen seine Mission darin, die Mobilität in einer digitalisierten Welt zu erleichtern. Nicht weniger als die Marktführerschaft bei Produkten zum Aufladen und Speichern von Energie strebt Green Cell an, das sich als europäische Marke sieht.
Ganz praktisch ist die Firma, die auch in Görlitz eine Dependance betreibt, mit der Power Source 75W am Start. Wie der Name verrät, ist mit einer Gesamtleistung von bis zu 75 Watt das Aufladen von vier Geräten gleichzeitig möglich. Dabei ist keiner der Anschlüsse das, was man gewöhnlich nennt. Da wäre zuerst ein USB-C-Anschluss, der dank Power Delivery ermöglicht, bis zu 60W Ladestrom fließen zu lassen. Ein entsprechender Chipsatz erkennt dabei das angeschlossene Gerät und liefert genau die richtige Leistung fürs optimale Aufladen. Ein USB-A Ultra Charger, zu erkennen an der grünen Markierung, sorgt dann bei allen Geräten, die schnelleres Laden unterstützen, dass die Zeit zum Auffüllen des Akkus um das dreieinhalbfache verkürzt wird. Die speziell von Green Cell entwickelte Technologie ist mit gängigen Marktstandards kompatibel und lädt beispielsweise ein iPhone 11 oder Galaxy S 10 in 30 Minuten auf knapp 70 Prozent. Schließlich warten noch zwei USB-A Smart Ports, die es ermöglichen, die optimale Ladegeschwindigkeit einzustellen.
Mit rund zehn mal sieben mal drei Zentimetern ist die Power Source kaum größer und mit 219 Gramm auch nur unwesentlich schwerer als ein modernes Smartphone. Ein ausreichend langes und abtrennbares Netzkabel versorgt die grundsätzlich schwarze Box mit Energie. Ein Überhitzungsschutz schafft Sicherheit, dass auch bei voller Auslastung nichts in Flammen aufgeht. Und tatsächlich wird die Power Source selbst bei voller und langer Beanspruchung kaum handwarm. Das haben wir auch schon anders erlebt. Ebenso, dass manche Hersteller ihre Ladeboxen geradezu beleuchten. Auch hier übt sich Green Cell in Zurückhaltung. Nur eine schmale und natürlich grüne LED verrät, dass das Gerät arbeitet.
Wer die einzelnen Anschlüsse entsprechend ihrer Möglichkeiten richtig einsetzt, kann in relativ kurzer Zeit deutlich mehr als vier Geräte mit Saft versorgen. Dabei bleibt die Power Source stets handlich und vor allem diskret im Hintergrund. Gummierte Auflagen an der Unterseite sorgen für sicheren Halt, allerdings gibt es keine Restriktionen, wie die Ladebox aufzustellen ist. Dank des geringen Gewichts und abtrennbarem Netzkabel lässt sich alles gut verstauen und auch auf Reisen mitnehmen. Knapp 50 Euro ruft Green Cell auf, ein angesichts der Leistung durchaus fairer Preis.
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