Was in der Luft funktioniert, kann auf dem Boden ja auch nicht schlecht sein. Zu dieser Erkenntnis ist InLine gekommen. Denn deren eigentlich für den Bluetooth Betrieb in der Flugzeugkabine entwickelter Adapter wird nunmehr aktiv auch für die Alltagsnutzung empfohlen. Zu Recht, wie unser Test zeigt.

Vom Jet in Auto und Wohnung

Umdenken ist das große Motto in der Pandemie. Stewardessen werden Patientenbetreuerinnen in Krankenhäusern. Denn die Jets stehen meist am Boden. Und statt in der Kabine, am Bildschirm in der Rückenlehne des Vordermanns, nutzt man nun den BT Audio Transmitter, um zuhause oder unterwegs im Auto kabellos von Quellen zu hören, die bisher diesen Standard nicht oder nicht in praktischer Art bieten konnten. Seine fliegerische Herkunft verrät das nur 20 Gramm leichte Gadget untrügerisch anhand der 3,5mm Stereo-Doppelklinke, wie sie standardmäßig von den meisten Bord-Unterhaltungssystemen verlangt wird. Da die Stecker jedoch einzeln und wechselseitig eingeklappt werden können, passt der fünf mal vier Zentimeter kleine Kasten problemlos auch an jeden anderen Kopfhöreranschluss.

30 Stunden Ausdauer

Und mehr muss auch nicht. Denn der Flight Audio Adapter bringt seine eigene Stromversorgung mit und wird dadurch zum vollständigen Sender. Der überträgt Bluetooth Version 5.0 mit aptX HD, aptX Low Latency und bis zu einer maximalen Auflösung von 16bit und 48kHz. Das reicht zwar nicht ganz an CD-Qualität heran, ist aber deutlich besser als vieles, was mittlerweile von den Massen online gestreamt wird. Für sechs Stunden Dauerbetrieb reicht der 180mAh integrierte Akku, dann muss im Case nachgeladen werden. Insgesamt reicht der Saft für 30 Stunden - da ist ja fast ein Flug zum Mond drin.

Plug&Play in der Praxis

In der Praxis ließ das Teil keinen Zweifel daran, dass die technischen Angaben der Gießener auch der Wirklichkeit entsprechen. Und dazu gehört der Einsatz auf dem Niveau von plug&play. Ein längerer Druck auf den Power/Pairing-Knopf und der Adapter sucht sich den paarungswilligen Schallwandler. Danach wird in die Kopfhörer-Buchse am Sendegerät eingesteckt, fertig. Funktioniert auch mit großer Adapter-Klinke an ausgewachsenen Heimkino-Komponenten. Für PC & Co muss der Sender mit einem USB-C-zu-A-Kabel verbunden werden. Dort wird es als Audiogerät erkannt und taucht danach im Verzeichnis möglicher Ausgabegeräte auf. Künftige Verbindungen stellt der Transmitter dann allein durch Einschalten her, solange immer wieder der gleiche Hörer verwendet wird.

Ein Adapter, doppelte Freude

Aber was heiß „der“. Ein besonderes Feature und gewissermaßen ein Alleinstellungsmerkmal unter den meisten Audio-Quellen ist, dass sich der InLine-Adapter mit gleich zwei Schallwandlern gleichzeitig verbinden lässt. Praktisch überall dort, wo man sich ein Ausgabegerät teilen muss oder will. Das gilt auch für normale Lautsprecher, allerdings werden die dann nicht links-rechts gekoppelt. Etwas gewöhnungsbedürftig ist vielleicht die Lautstärke-Steuerung, die man am besten an der Quelle vornimmt und nicht an den angeschlossenen Schallwandlern. Zumindest war das bei den von uns verwendeten In- und OnEar-Kopfhörern so, wogegen sich das Volumen bei normalen BT-Lautsprechern an denen selbst steuern ließ.
Knapp 60 Euro ruft InLine auf. Das ist nicht gerade billig, aber angesichts der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, der guten Qualität und der wirklich langen Betriebszeit durchaus in Ordnung.

InLine Bluetooth Flight Adapter


Bluetooth: Version 5.0 mit aptX HD, aptX Low Latency

Codecs: aptX, aptX HD, aptX LL, SBC, AAC

USB-Audio: Abtastrate: 48kHz / 16-Bit / Kompatibel mit Windows, MacOS, Linux / keine Treiberinstallation notwendig

Akku: 180 mAh Adapter, 900 mAh Case

Betriebsdauer: sechs Stunden / 30 Stunden

Gewicht: 20 Gramm / 60 Gramm

Preis: ca. 60 Euro

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