Auffällig an der frischeren Blechhülle ist besonders die neue Frontpartie im ausgefeilten "Dynamic Shield"-Look. Hinzu kommen neue Stoßfänger vorn und hinten, eine neue LED-Beleuchtung an Front und Heck sowie zusätzliche Farben und Felgen.
Der frische Wind durfte auch im Innenraum wirbeln. Hier registrieren wir ein überarbeitetes Cockpit, wertige Materialien, eine Mittelkonsole mit teilweise metallischer Oberflächenstruktur. Einen ergonomischem Feinschliff erhielten die Klimaregler. Das Display ist von sieben auf acht Zoll gewachsen, beim neuen Infotainment-System (SDA II) wurde die Konnektivität verbessert. Das von TomTom genutzte Navi funktioniert gut. Über das eigene Smartphone kann der Fahrers Verkehrsdaten in Echtzeit laden. Schön wäre als Ergänzung auch eine induktive Ladeschale gewesen.
Vorn sitzt man im ASX gut, hinten geht es vor allem über den Köpfen eher eng zu. Die Schwiegermutter muss also ihren Hut abnehmen. Bei den Maßen bleibt alles wie gehabt: Länge 4,37 Meter, Radstand 2,67 Meter, Kofferraumvolumen 406 bis 1.206 Liter.
Motorseitig indes ersetzt den bisherigen 1.6-Liter-Benziner ein stärkeres, aus dem Outlander bekanntes 2.0-Liter-Aggregat (150 PS) den Antriebspart. Bei unserer ersten Ausfahrt kommt er ordentlich aus den Startblöcken. Der Motor legt homogen los, dreht flockig hoch, treibt den ASX vehement voran und bleibt unterwegs meist moderat piano. Nur bei kurzen Sprints orgelt er leicht angestrengt vor sich hin. Auch will das serienmäßige Fünfgang-Getriebe stets fleißig geschaltet werden. Zwar schlenzt er ordentliche 195 Nm auf die Kurbelwelle. Da aber Mitsubishi auf einen Turbolader verzichtet liegen diese erst bei 4200 Touren an.
Ansonsten benimmt sich das Auto gewohnt kultiviert und komfortbeflissen. Der Crossover nimmt unterwegs Querfugen gekonnt die Spitzen und schwingt auf langen Wellen kaum nach. Er durcheilt flott genommene Kurven neutral, bietet standfeste Bremsen. Allerdings könnte die Lenkung feinfühliger sein. Erstmals lässt sich auch eine CVT-Automatik mit Schaltwippen am Lenkrad und sechsstufigem manuellem "Sports Mode" ordern. Nach einer längeren Pause gibt es den ASX zusätzlich auch mit Allradversion und drei Fahrmodi (2WD, 4WD Auto, 4WD Lock). Dank der 19 Zentimeter Bodenfreiheit taugt er damit auch für den Ritt abseits befestigter Straßen.
Toll: Bereits zur Grundausstattung gehören unter anderem Bi-LED-Scheinwerfer, Klimaanlage, Audioanlage, ZV, Regensensor sowie elektrisch beheiz- und verstellbare Außenspiegel. Neben der Basis-Version (ab 20.990 Euro) bieten die Japaner ihren kompakten ASX in den Ausstattungslinien PLUS und TOP an. In den Varianten kann der Kunde die CVT-Automatik (Aufpreis 1.500 Euro) und das Allradsystem ordern (1.900 Euro extra; nur in Verbindung mit CVT-Getriebe) ordern.
Und für kurze Zeit gibt es zudem zwei Sondermodelle. So kostet beispielsweise die mit reichhaltiger Ausstattung bestückte "Intro-Edition" (u. a. mit Sitzheizung vorn, Rückfahrkamera, Alufelgen) statt 22.990 Euro nur 19.990 Euro.
Rainer Bekeschus

MäMa-Testfahrt: Mitsubishi ASX


Mitsubishi ASX 2.0

Motor: 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner, 150 PS, Frontantrieb

0 - 100 km/h: 10,2 Sek

Spitze: 190 km/h

Verbrauch: 6,7 Liter Super

CO²-Wert: 154 g/km

Kofferraum: 406 – 1.206 l

Preis: ab 20.990 Euro