LED haben die Lichtwelt revolutioniert. Nicht nur, dass sie länger halten und universeller einsetzbar sind, Intensität und Farbe können ebenso beliebig geändert werden. Eingebunden in eine Smart-Home-Lösung simulieren die neuen Leuchtmittel auch fast jede gewünschte Situation.

Dank neuer Shapes leuchtende Formationen

Darauf baut Nanoleaf. Das kanadische Unternehmen ist gleich mit einer ganzen Reihe sogenannter Shapes neu am Markt, die in ihrer Form sechs- oder dreieckig sind. Von letzteren gibt es zudem eine Mini-Variante. Diese ist mit knapp über elf Zentimetern Seitenlänge nur halb so groß wie die normale Version. Mit den geometrischen Grundfiguren darf der User nun ganz nach Gusto Formen und Formationen erschaffen. Bei der Kombi aus Sechs- und Dreiecken entstehen dann allerdings zwangsläufig Lücken, in die die Mini-Triangles perfekt hineinpassen. Damit sind der Formen-Fantasie der Anwender so gut wie keine Grenzen gesetzt.

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Verbunden werden die Einzelteile mit sogenannten Linkers, die an den entsprechenden Kontaktstellen einfach eingeklickt werden. An jeder Seite befinden sich je zwei solcher Möglichkeiten, die ebenso für den Anschluss mit dem Netzteil verwendet werden können. Die Linkers geben dem Gebilde zwar eine gewisse Stabilität, dienen aber vordergründig nicht als Halterung. Dafür sind Mounting-Plates vorgesehen, runde und drehbare Plastikscheiben, die auf der Rückseite des Dreiecks ebenfalls aufgeklickt werden. Die Halterung wird mit einer Art zweiseitigem Klebepad an der Wand fixiert und hält auch an Decken. Das alles ist nicht nur einfach gedacht, sondern funktioniert auch in der Praxis ohne Probleme.

Per App, Cloud und mit Geduld

Einmal am gewünschten Ort installiert, mit der entsprechenden Steuereinheit versehen, kann man sich an die Einrichtung und Anbindung ans Heimnetzwerk machen. Nanoleaf stellt dafür eine überarbeitete App zur Verfügung. Auf den ersten Blick sieht auch hier alles ganz easy aus, in der Praxis allerdings braucht es einige Geduld, bis App und Shapes tun, was man will. Aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen dauert die Erstinstallation eine gefühlte Ewigkeit. Gleiches gilt fürs Update der Firmware. Und auch danach lief die Bedienung nicht „ruckelfrei“. Nanoleaf verspricht zudem, dass man seine Einstellungen in der Cloud speichern kann, um sie später wiederherzustellen. Auch das funktionierte nur bedingt. Auf einem neuen Adroid-Gerät wurden die Geräte beispielsweise nicht aufgeführt. Andererseits ließ sich das Backup in der Cloud nicht löschen, so dass man bei einer Neuinstallation ein komplett neues Konto einrichten musste, damit dies nicht mit alten Werten überschrieben wird.

Volles Farbspektrum, wenig Verbrauch

Kurzum, vor den Genuss von Form, Farbe und Stimmung hat man hier echte Arbeit und teils auch Frust gesetzt. Wenn es aber dann mal funktioniert, ist der ganze Stress schnell vergessen. Alle Shape-Formationen können bestimmten Räumen zugeordnet werden und lassen sich von allen Punkten der Wohnung - gutes WLAN vorausgesetzt - problemlos steuern. Die App gibt dabei eine ganze Reihe von Szenen vor, doch es ist problemlos möglich, auch eigene zu erstellen. Den perfekten Sonnenauf- oder Untergang, Nordlichter oder Gewitter, die Beleuchtung für die Gute-Nacht-Geschichte oder einfach ein Tages- bzw. Leselicht am Bett. Dargestellt werden über 16 Millionen Farben und Weißlicht mit einer Farbtemperatur von 1200 bis 6500 K. Jedes Dreieck leuchtet mit einer Intensität von 80 Lumen, bei einem Stromverbrauch von 1,5 W. Dazu lassen sich die Panele stufenlos dimmen.

Steuerung über Berührung

Und dies nicht nur per App, sondern auch durch Berührung. Die Kontrolleinheit gerät schlussendlich zum reinen WLAN-Empfangsmodul, steuerungsseitig wird sie eigentlich nicht mehr gebraucht. Sie erkennt aber, in welcher Konfiguration die Shapes angeordnet sind. Das ist insofern wichtig, damit die Berührungsgesten auch ordentlich funktionieren. An, aus, heller, dunkler und der Wechsel zur nächsten oder vorherigen Szene sind über den Handkontakt möglich. Und auch das klappt ohne Probleme. Der Betrieb der Leuchteinheiten kann darüber hinaus auch über Zeitschaltplane gesteuert werden. So weckt einen zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter zur gewünschten Uhrzeit der perfekte Sonnenaufgang. Nicht zuletzt reagieren die Leuchteinheiten, wenn gewünscht, auf Schallwellen, können somit als Ambilight-Erweiterung von Bildschirmen oder optische Zugabe von Musikanlagen eingesetzt werden.

Kompatibel zu Sprach-Assistenten

Die neuen Triangels und Hexagons kooperieren aber auch hervorragend mit dem Apple Home-Kit, Google-Assistent oder Amazons Alexa - kurzum, Sprachsteuerung ist eine weitere Option, die Shapes zu bedienen. Das funktioniert im übrigen via iOS besser als über Android. Bei letzterem dauert es mitunter länger, bis eine Verbindung zu den Leuchten hergestellt ist. Beim iPhone scheint diese immer parat. Grundsätzlich aber ist die Bedienung, wenn einmal zur Zufriedenheit gepairt, überhaupt kein Problem.

Ausbaufähig über Jahre hinweg

Bis zu 28 Panele lassen sich zu einer Einheit verbinden, bis zu 500 Dreiecke sind mit einem Controller steuerbar. Dazu verspricht Nanoleaf 25 000 Betriebsstunden. Sieht also so aus, als stehe einem Ausbau der eigenen Lichtwelten über Jahre hinweg nichts im Weg. Am Ende ist es vielleicht eine Frage des Preises. Der Starter-Kit mit fünf Mini-Triangels schlägt mit 99 Euro zu Buche. Das ist sicher nicht geschenkt, aber anhand der Fülle der Möglichkeiten auch nicht zu viel verlangt.

Nanoleaf


Nanoleaf ist ein Green Technology-und IoT-Unternehmen, das die Welt mit innovativen Beleuchtungslösungen verändert, die smarter als die des Mitbewerbers sind. Nanoleaf lässt künstlerisches Design und technologische Innovation in seine Produkte einfließen und schafft so eine ganz neue Art und Weise, wie Licht wahrgenommen wird. Nanoleaf wurde 2012 von drei Ingenieuren gegründet, die die Lichtindustrie aufrütteln wollten und hat nunmehr Büros in Shenzen, Hong Kong, Paris und Toronto.

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