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Wer den Nationalpark Unteres Odertal besucht, kann eine fast intakte Flussmündung bewundern. Hier leben mehr als 145 Vogelarten. Besucher finden sich inmitten von Flussauen, Laubmischwäldern und Blumenfeldern wieder. Sie können den Park mit dem Kanu durch die Flusslandschaft oder mit dem Fahrrad über den Oder-Neiße-Radweg erkunden.

© Foto: MOZ/Oliver Voigt

Naturschätze
Märkische Perlen im Rathaus Mitte

Galerie im Rathaus-Foyer: Bild-Text-Tafeln im ersten Stock entführen in Brandenburgs Naturlandschaften.
Galerie im Rathaus-Foyer: Bild-Text-Tafeln im ersten Stock entführen in Brandenburgs Naturlandschaften. © Foto: Maria Neuendorff
Maria Neuendorff / 12.03.2019, 06:00 Uhr
Berlin (MOZ) Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Die berühmte Redewendung könnte wunderbar als Überschrift der neuen Ausstellung im Rathaus Mitte taugen.

Dort können sich Besucher derzeit in duftende Buchenwälder, geheimnisvolle Moore, an glasklare Seen und in ausgedehnte Flusstäler träumen. Im Nationalpark Unteres Odertal können Flusswanderer zum Beispiel lautlos im Kanu an Biberburgen vorbeigleiten und dabei den majestätischen Flug der Seeadler und Graureiher beobachten, heißt es auf einer der Bild- und Texttafeln.

Eine Karte zeigt den Nationalpark, der sich vom Barnim in die Uckermark zieht, gemeinsam mit den elf Naturparks sowie drei Biosphärenreservaten, die zusammen ein Drittel der Landesfläche ausmachen. Auch Theodor Fontane (1819 bis 1898) wird zitiert: "Die Schweizen werden jetzt immer kleiner", hatte der berühmte Wanderer und Schriftsteller einst über die Mode gespottet, die hügeligen Seenlandschaften in der Mark Brandenburg mit dem Synonym des Bergenlandes zu belegen. Der seltene Fisch in der Ruppiner Schweiz, den es nur in den Tiefen des Großen Stechlin zu angeln gibt, wurde dagegen nach ihm selbst "Fontane-Moräne" genannt.

Fast schon in Dänemark wähnt man sich dagegen an der Flusslandschaft Elbe-Brandenburg. Die Kopfweiden, die an den Ufern wachsen, wurden als Flechtwerk auf die Dächer der Fachwerkhäuser gesetzt. Die Schau verweist auch auf mit Denkmalpreisen ausgezeichnete Sanierungs-Beispiele wie den Bahnhof Chorin-Kloster, der nun auch Veranstaltungsort, Tourist-Info und Souvenirgeschäft im Stil alter Kolonialwarenläden ist.

Einige kulinarische Mitbringsel  wie Minz-Apfelsaft, Raps-Honig und Altfriedländer Kräutertee stehen nun auch in der Vitrine nur eine U-Bahn-Station vom Alexanderplatz entfernt. Dicke, fast schon buchartige Broschüren erzählen von Bienen und Imkereien in der Mark oder entführen in das Weinland Brandenburg. Saisonkalender und Kartenmaterial weisen auf Feste, Sonderführungen, Radtouren und Sportveranstaltungen hin.

"Nah, nachhaltig und familienfreundlich bieten unsere Naturlandschaften für alle Erlebnis- und Erholungssuchenden ein passendes Ausflugsziel", sagte Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) zur Eröffnung der kleinen, dafür aber kostenlosen  Schau. "Die Einladung des Bezirksamts Berlin-Mitte, Brandenburgs einzigartiges Angebot an naturtouristischen Highlights direkt im Herzen der Metropole zu präsentieren und die Besucher für Entdeckungen in der Hauptstadtregion zu begeistern, freut uns daher in besonderem Maße."

Die Ausstellung "Ab in den Norden! Brandenburgs Naturlandschaften von Berlin bis in die Uckermark" ist bis 24. April in der Berolina-Galerie im Rathaus Mitte, Karl-Marx-Allee 31, Mo bis Fr von 9 bis 18 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei. Einen guten Überblick bietet auch: www.natur-brandenburg.de

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