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Wer den Nationalpark Unteres Odertal besucht, kann eine fast intakte Flussmündung bewundern. Hier leben mehr als 145 Vogelarten. Besucher finden sich inmitten von Flussauen, Laubmischwäldern und Blumenfeldern wieder. Sie können den Park mit dem Kanu durch die Flusslandschaft oder mit dem Fahrrad über den Oder-Neiße-Radweg erkunden.

© Foto: MOZ/Oliver Voigt

Uckermärker auf Bildungstour im südlichen Afrika / Auge in Auge mit Elefant, Löwe, Delfin und Wal

Vortrag
Naturschutz überschreitet Grenzen

Michael Tautenhahn lud zum Bildvortrag und Gesprächsrunde Banhine-Nationalpark ins Schwedter Kino.
Michael Tautenhahn lud zum Bildvortrag und Gesprächsrunde Banhine-Nationalpark ins Schwedter Kino. © Foto: Oliver Voigt
Dietmar Rietz / 22.03.2019, 07:30 Uhr
Schwedt (MOZ) Wegen der mit vielen Opfern verbundenen Naturkatastrophe in Mosambik und Nachbarländern ist das südliche Afrika derzeit in aller Munde. Die Reise von sechs Naturschützern ins südliche Afrika, über die Michael Tautenhahn, stellvertretender Leiter des Nationalparks Unteres Odertal, am Mittwochabend im Filmforum in Schwedt berichtete, liegt aber schon länger zurück.

Die Vorgeschichte ist schnell erzählt. Nationalparkchef Dirk Treichel erkundet vor Jahren auf eigene Faust den Banhine Nationalpark in Mosambik. Dann wurde 2015 ein Kooperationsvertrag geschlossen. Freiwillige helfen seitdem Jahr für Jahr im Banhine Nationalpark. Mosambikanische Ranger studierten die Naturschutzarbeit an der Oder und in anderen deutschen Schutzgebieten. Jüngstes Kapitel war die Studientour eines halben Dutzends deutscher Naturschützer durch das südlich Afrika im letzten Quartal 2018.

Mit beeindruckenden Fotos und spannenden Geschichten berichtete Michael Tautenhahn über die Tour durch grenzüberschreitende Schutzgebiete Mosambiks, das Königreich von Eswatini, wie Swasiland seit 2018 heißt, und Südafrika. Der Uckermärker erzählte seinen Zuhörern von herausragenden Entwicklungsprojekten, die die Delegation studierte, Erfahrungen, die sie vor Ort sammelte, und Begegnungen mit der großartigen Natur des südlichen Afrikas. Darüber, wie die Chinesen mit Bau-, Wirtschafts- und Landwirtschaftsprojekten in Mosambik Fuß fassen. Davon, wie Armut und Hunger Mosambikaner zwingen, in Großschutzgebieten Holz zu schlagen, zu roden und zu wildern. Aber auch davon, wie Wasserpumpen und Gemüseanbau dort einfachen Landfrauen Arbeit und ein besseres Einkommen sowie Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen.

Die Naturschützer waren auch nachts auf der Spur von Schildkröten und schwammen dann tags mit Delfinen. Sie reisten zum vielleicht einzigen Ort auf der Erde, wo man mit einem Blick Elefanten und Wale beobachten kann.

Gleich hinter der Grenze, in Eswatini, besuchten die deutschen Naturschützer einen Elefantenpark. Elefanten gehen dort nicht selten mit der Natur um wie die Wildschweine in der Uckermark mit dem Nationalpark im unteren Odertal. Touristen bekommen in Südafrika insgesamt häufiger Elefant, Nashorn, Büffel, Giraffe, Leopard oder Löwen vor die Kameralinse als im durch den langjährigen Bürgerkrieg von Großwild stark entleerten Mosambik. Aufmerksam hörten die Zuschauer zu, als Tautenhahn über Souvenirs für Touristen aus Elefantenpapier berichtete. Dafür wird fasriger Elefantendung mit Altpapier gemischt.

Bemerkenswerte Natur- und Tierbilder zeigte Michael Tautenhahn dann noch vom privaten Ausflug in den Kruger Nationalpark.

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Bildungstour Michael Tautenhahn Naturschutz Dirk Treichel Tourismus in Brandenburg

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