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B 96: Tropischen Wassermassen nicht gewachsen

Nachgegeben: Diese Böschung rutsche auf der B 96 in Höhe des Ruppiner Kanals ab und unterspülte die Fahrbahn leicht, die deshalb für den Verkehr gesperrt wurde.
Nachgegeben: Diese Böschung rutsche auf der B 96 in Höhe des Ruppiner Kanals ab und unterspülte die Fahrbahn leicht, die deshalb für den Verkehr gesperrt wurde. © Foto: Friedhelm Brennecke/OGA
Friedhelm Brennecke / 02.08.2017, 11:57 Uhr
Oranienburg (bren) "Solchen tropischen Wassermassen von stellenweise 250 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden sind die Böschungen der Oranienburger Umgehungsstraße B 96 jedenfalls nicht durchgehend gewachsen", sagt Dr. Cornelia Mitschka vom Landesbetrieb Straßenwesen in Hoppegarten. Straßen atombombensicher zu bauen könne sich finanziell niemand leisten. Pfusch am Bau als Ursache der teilweise gravierenden Erdrutsche schließe sie aus. Schließlich habe die B 96 selbst in ihrem nördlichen Abschnitt deutlich mehr als zehn Jahre "auf dem Buckel".

Wie berichtet, waren bereits nach den Starkregenfällen vom 29. Juni Teile der Böschung an der L 191 und der Auffahrt Oranienburg-Nord in Sachsenhausen ins Rutschen gekommen. Die Auffahrt zur B 96 in Richtung Süden musste deshalb gesperrt werden. Auf der L 191 ist die südliche Fahrbahn in Richtung Sachsenhausen halbseitig gesperrt, weil nicht auszuschließen ist, dass auch Teile dieser Fahrbahn nachgeben könnten. Dort wird der Verkehr mit einer Ampel geregelt.

Weitere Schäden stellten sich nach den Regengüssen der vorigen Woche in der Auffahrt zur B 96 in Richtung Norden an der Anschlussstelle Oranienburg-Zentrum ein. Auch dort gab ein Teil der Böschung nach. Die Leitplanken hängen teilweise in der Luft. Ein ähnliches Bild bietet sich auf der B 96 in Höhe des Ruppiner Kanals. Auch dort kamen große Teile der Böschung ins Rutschen und haben mehrere Verankerungen der Leitplanken freigelegt. Auf beiden Seiten der Bundesstraße mussten deshalb die rechten Spuren gesperrt werden. Der Verkehr läuft dennoch durchweg reibungslos einspurig über die linken Fahrstreifen an den Schadstellen vorbei.

"Wir haben eine Planungsfirma beauftragt, die Schäden genau zu inspizieren, die Straßen auf ihre Tragfähigkeit zu überprüfen und uns einen Ablaufplan für die Sanierung vorzulegen", sagt Mitschka. Erst wenn die Untersuchungen abgeschlossen seien, könne man etwas zu den Kosten und der Art der Sanierungsmaßnahmen sagen, so die Pressesprecherin. Sie hofft, dass weitere Starkregen ausbleiben, um die Schäden nicht noch größer werden zu lassen.

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