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Der Baustellen des Dorfentwässerungsgrabens am Golzower Kleinbahndamm und im Gorgaster Unterdorf liegen im Zeit- und Kostenplan.

Hochwasserschutz
Nadelöhr Golzower Straßendurchlass bereits passiert

Ulf Grieger / 08.05.2019, 07:00 Uhr
Golzow (MOZ) Die Kinder, die im Binnenhochwasserjahr 2011 geboren wurden, gehen bereits in die zweite Klasse. Seither hatte es eine solche Katastrophe im Oderbruch nicht mehr gegeben. Zum Glück. Denn noch sind die Gräben, die eine Überschwemmung der Häuser künftig vermeiden sollen, in Golzow, Gorgast und Manschnow nicht fertig.

Die anhaltende Frühjahrstrockenheit kam den Bauvorhaben aber zugute. Im Gorgaster Unterdorf ist die Firma IWT kurz vor der Fertigstellung des 840 Meter langen und 611 000 Euro teuren Grabens. Bauamtsleiter Axel Kraetzer rechnet mit einem Fertigstellungstermin Ende Juni. Lediglich zwei Stauanlagen und der Abfluss in die Alte Oder am Mühlenweg müssen noch fertiggestellt werden. Die Durchlässe sind gebaut und die Ausgleichspflanzungen erfolgt. Lob gibt es für die Firmen IWT Frankfurt und Sixdorf-Müller vom Golzower Amtsdirektor: "Dort wird gut gearbeitet!", so Lothar Ebert. Der Baukostenrahmen werde auch gehalten.

Lob für gute Kooperation

Auch in Golzow liegen die Arbeiten im Zeitplan. Bürgermeister Frank Schütz freut sich vor allem, dass das gefürchtete Nadelöhr, die Unterquerung Genschmarer Straße, bereits geschafft ist. Nur ein schmales Bitumenband kündet dort noch davon, dass darunter das Rohr für den neuen Graben liegt. Die Belastungsprobe für den Verkehr auf der Kreisstraße, die Genschmar mit Golzow verbindet, wurde bereits bestanden.

Da die Straße alle erdenklichen Medien in sich birgt, die zum Teil ebenfalls erneuert wurden, war der im Plan als "Durchlass 3" benannte Abschnitt mit großer Sorgfalt vorbereitet worden. Der Kreis, das Amt, die Feuerwehr, die Baufirma Strabag und das Planungsbüro hätten dabei gut kooperiert, lobte Schütz. Auf der provisorischen Baustraße herrsche große Rücksichtnahme. Der 951 Meter lange Graben beginnt am Feuerweg als flache Mulde. Die künftig von Unkraut frei zu halten, wird wie auch beim Gorgaster und künftig beim Manschnower Graben Aufgabe des Deichverbandes Oderbruch (Gedo) sein. Denn die neuen Gräben werden – wie bereits die fertiggestellten in Dolgelin, Sophienthal und Ortwig – zu Gewässern der zweiten Ordnung. Für deren künftige Unterhaltung muss es Zufahrten für die Technik des Gewässer- und Deichverbandes geben. Der Durchlass unter dem Kleinbahndamm vor dem Feuerwehr-Übungsplatz ist ebenfalls schon fertig. Von dort führt der Graben zur Genschmarer Straße, wo er in den Durchlass mündet.

Hausmüll ausgegraben

Jenseits der Genschmarer Straße wird der Graben dann  deutlich tiefer. Faschinen werden künftig dafür sorgen, dass die Böschung auch dann nicht abrutscht, wenn sich das Gewässer auf Grund eines Binnenhochwassers in ein schnelles Fließ verwandelt. Vor der Langen Gasse ist ein Stau nötig, um bei einem Hochwasser der Alten Oder ein Rückfluten zu verhindern. Der ist bereits fast fertig. Durch einen weiteren Durchlass unter der Langen Gasse geht es zur Alten Oder als dem Vorfluter. Dieser Abschnitt ist noch nicht ausgebaggert.

Der Manschnower Grabenbau wird rund 1,2 Millionen Euro kosten. Auch dort liegen die Kosten im Rahmen, erläutert Lothar Ebert. Die Finanzierung erfolgt bei beiden Bauvorhaben komplett durch das Land und EU-Mittel.

Frank Schütz, der in Golzow regelmäßig an den Bauberatungen teilnimmt, freut sich, dass im Zuge der Ausgleichsmaßnahmen auch Vogelnistkästen aufgehängt werden, um die Nistgelegenheiten auf  und in den gefällten Bäumen zu ersetzen.  Zum Vorschein kamen beim Grabenbau aber auch Sünden der jüngeren Vergangenheit: Ein großer Berg einstigen Hausmülls wurde ausgehoben. Der ist separat vom übrigen Aushub am Kleinbahndamm gelagert und muss nun noch gesondert entsorgt werden.

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Ausgraben Lothar Ebert Straßendurchlaß Frank Schütz Kleinbahndamm

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