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Regionalplan Windenergie verhindert Aus- und Umbaupläne für Windkraft-Anlagen im Energiepark.

Repowering
Kein Ausbau im Windpark Bliesdorf

Symbolbild
Symbolbild © Foto: Arne Dedert/dpa
Nadja Voigt / 16.07.2019, 19:58 Uhr
Bliesdorf (MOZ) Wie es auf der jüngsten Bürgerversammlung hieß, werde der Windpark in Bliesdorf nicht wie geplant repowert. Das war noch im vergangenen Jahr Thema im Gemeinderat. Da stellte die Firma Green Wind das Repowering-Projekt vor. Geplant war, die vorhandenen Windkraftanlagen komplett – mitsamt dem Fundament – auszubauen und wieder neu aufzustellen. Dann hätten die Anlagen eine Höhe von rund 200 Metern erreicht.

Amtsdirektor erklärt Gründe

Zu den Hintergründen, warum dies nun nicht zustande kommt, erklärt Amtsdirektor Karsten Birkholz auf MOZ-Nachfrage: "Der Sachverhalt stellt sich so dar, dass es ab 2004 den (alten) Teilregionalplan Windenergienutzung der Regionalen Planungsgemeinschaft Oderland-Spree gab. Dieser sah im Gebiet Bliesdorf – Bochows Loos – Thöringswerder ein Windeignungsgebiet vor. Das wurde um 2004 herum auch relativ zügig ausgeschöpft und eine Vielzahl von Windkraftanlagen errichtet. Vor einigen Jahren schon befasste sich eine der Firmen mit dem Gedanken, einen großen Teil der ursprünglichen Anlagen abzubauen und durch neue Anlagen zu ersetzen." Die sollten höher, effektiver und leistungsstärker sein, so der Verwaltungschef aus Wriezen weiter. Teilweise sollten Grundstücke genutzt werden, wo die ursprünglichen (dann abzubauenden) Anlagen gestanden haben. Teilweise sollten aber, wegen größerer Abstandsflächen, auch neue Grundstücke genutzt werden.

Pläne obsolet

Das Inkrafttreten des neuen Teilregionalplans im vergangenen Jahr habe jedoch dazu geführt, dass das vormals vorhandene Windeignungsgebiet um Bliesdorf entfallen ist und nun nicht mehr verändert werden kann, so Birkholz. Der neue Plan hat in rechtlicher Hinsicht die Folge, dass die vorhandenen / genehmigten (auch die bereits früher repowerten) Windkraftanlagen entsprechend der Genehmigungen bis zum Abschluss der festgelegten Betriebszeit weiterbetrieben werden dürfen. Neue Anlagen bzw. Genehmigungen – auch zum Repowering – wird es aber dort nicht mehr geben. Vielmehr, so Karsten Birkholz, werden nach Ende der Laufzeiten die vorhandenen Anlagen Stück für Stück wegfallen und entfernt. Zuerst wird dies die alten, kleineren Anlagen betreffen. Das kann schon in wenigen Jahren der Fall sein. "Zuletzt wird man sicherlich diejenigen Anlagen zurückbauen, die erst vor wenigen Jahren im Rahmen von Repowering errichtet wurde. Diese werden aber noch mehr als ein Jahrzehnt stehen."

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