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Trotz Regenschauern haben hunderte Wriezener und ihre Gäste am Sonntagnachmittag am Hafen ihre Enten angefeuert.

Rennen
640 Badeenten wetteifern auf dem Friedländer Strom

Steffen Göttmann / 19.08.2019, 10:00 Uhr - Aktualisiert 19.08.2019, 19:17
Wriezen (MOZ) Da ist meine Ente!" Fast wie ein Schlachtruf entfuhr es vielen Kindern, die mit ihren Eltern am Friedländer Strom in Wriezen auf ein glückliches Ende hofften.

Viele hatten ihre Enten bemalt, damit sie sie besser verfolgen konnten. Veränderungen am Schwimmkörper an sich sind beim Hauptrennen nicht erlaubt. Für die mit Spülschwämmen, Wurfringen und anderen Applikationen veränderten Exemplare gab es im Anschluss ein gesondertes Rennen, an dem sich etwa 40 Enten beteiligten.

"Wir haben erst einmal mitgemacht, aber bisher nichts gewonnen", sagte Familienvater Tobias Steinke. Vielleicht klappe es jetzt. Denn die Berliner waren mit vier Enten dabei. Die Familie verbringt in Wriezen ihre Freizeit, sie hat einen Garten in der Oderbruchstadt.

Es geht um den guten Zweck

"Wir haben diesmal etwa 600 Enten verkauft", sagte Moderator Henry Leue. Es seien etwa 50 weniger als im vergangenen Jahr. Aber das Wetter spielte beim zehnten Entenrennen nicht mit und mit dem Koyenuma Beachvolleyball-Turnier hatte der Förderverein Hafen Wriezen eine Konkurrenz-Veranstaltung in nächster Nähe.

Um Punkt 13 Uhr kippten Veranstalter Eckhard Brennecke und  ein Feuerwehrmann die blaue Tonne mit den gelben Enten von der Straßenbrücke in den Friedländer Strom. Mit der "Ameise", dem Traditionsfahrzeug der Feuerwehr Wriezen, zogen sie die Tonne vom Hafengelände zur Brücke. Nach dem Aufprall auf der Wasseroberfläche bildeten die Enten einen Ring, den die Strömung zu einem Keil verformte.

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9. Entenrennen in Wriezen

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Doch die eingefleischten Entenrennen-Teilnehmer hielten dem Förderverein die Treue. "Klar sind wir wieder dabei. Einmal haben wir sogar einen Gutschein gewonnen. Aber für uns steht der Spaß im Vordergrund", sagte Gerd Schulz aus Neulietzegöricke. Der ehemalige Wriezener Bürgermeister Uwe Siebert verfolgte mit seiner Frau das ganz entspannt Rennen. Auch er war mit einer Ente dabei. Ihm, wie eigentlich allen Teilnehmern, ging es vor allem um den guten Zweck.

"Nächstes Jahr werden wir den Kalkofen eröffnen", kündigte Eckhard Brennecke an. Mit dem eingenommeen Geld werde ein Fenster um Erdgeschoss um 1,50 Meter vergrößert, um im Notfall als Fluchtweg dienen zu können. "Auch die Fluchtwege müssen noch gekennzeichnet werden", sagte Brennecke. Seine umfangreiche Sammlung historischer Postkarten mit Wriezener Ansichten will er in dem Kalkofen ausstellen.

850 Meter mussten die 600 Enten auf dem Friedländer Strom zurücklegen. Diese Distanz schafften sie diesmal in nur 35 Minuten. Am Ziel hatte die Feuerwehr eine Sperre aufgebaut, die sich in der Mitte zuspitze, so dass die Enten wie in einem Trichter geleitet wurden. Als erste holte Eckehard Brennecke die Nummer 217 aus dem Wasser. Ihr Eigentümer gewinnt mit 300 Euro Bargeld den Hauptpreis.

Geehrt wurde Andreas Rosch von der Feuerwehr. Mit zehn Leuten in Kanus sichert er seit dem ersten Mal das Rennen ab.

Preise und Gutscheine für ersten 20 Enten

Die Namen der Gewinnersind auch dem Veranstalter nicht bekannt. Die 20 Enten mit diesen Zahlen kamen zuerst an: 217, 75, 60, 334, 466, 2, 381, 232,  339,163, 430, 343, 459, 84, 211, 390, 328, 469, 202, 309 (Die Angaben erfolgen ohne Gewähr, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.)  Diese Nummern und auch die der anschließenden Spaßregatta mit modifizierten Enten können unter www.kanuverleih-wriezen.de eingesehen werden. Die gelben Enten können, gleich ob sie gewonnen haben oder nicht, beim Kanuverleih Wriezen abgeholt werden. Sie werden bis zu sechs Wochen aufgehoben.

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