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Nabu
Ein Zuhause für Schwalben

Ein Foto vom März: Da kam Oliver Büxler von der Naturwacht Märkische Schweiz in den Hellpfühlepark, um die Überwinterungskästen zu überprüfen. Schüler der damaligen 5 b der Fallada-Grundschule zeigte er einen großen Abendsegler. Am 7. September ist wieder Fledermausabend.
Ein Foto vom März: Da kam Oliver Büxler von der Naturwacht Märkische Schweiz in den Hellpfühlepark, um die Überwinterungskästen zu überprüfen. Schüler der damaligen 5 b der Fallada-Grundschule zeigte er einen großen Abendsegler. Am 7. September ist wieder Fledermausabend. © Foto: Gerd Markert
Margrit Meier / 22.08.2018, 06:15 Uhr
Neuenhagen bei Berlin (MOZ) Welche Fledermausarten wohnen am Hellpfühleteich? Diese Frage wollen die Mitstreiter vom Naturschutzbund (Nabu) am 7. September klären. Wer mag, kann ab 20 Uhr dabei sein, wenn Wissenswertes rund um die Flattermänner erklärt und Fledermauskästen verkauft werden. Etwa ab 21.30 Uhr sind die Tiere dann auf ihren Abendflügen unterwegs, werden in Netzen gefangen, ihre Art bestimmt und sofort wieder freigelassen.

Doch der Nabu ist nicht nur Gastgeber für Fledermäuse, sondern kümmert sich auch, wie der stellvertretende Vorsitzende, Frank Ott, erzählt, um Schwalben. Im Gruscheweg hatten sich Uferschwalben Höhlen in Sandhaufen gegraben, um dort zu brüten. „Kinder haben, aus Unwissen heraus, diese Löcher verstopft. Ich habe sie wieder freigelegt“, erzählt Ott. Nun gibt es einen Deal zwischen der Gemeindeverwaltung und dem Nabu. Nach dem Oktoberfest wird auf dem Platz der Republik eine große Kiesrigole gebaut. Die überschüssige Erde wird an den Rand des Gewerbegebietes gebracht und der dortige Wall vergrößert, so dass die Uferschwalben dort brüten können. Damit nicht genug, hat der Neuenhagener Ortsverein beim Naturschutzfonds Geld für ein Schwalbenhaus beantragt, das vor allem Mehlschwalben anlocken soll. Das kostet immerhin 15 000 Euro, eine Summe, die das Vermögen der ehrenamtlichen Naturschützer überfordert. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir dieses viereckige Haus, das einem Taubenturm ähnelt, auch bewilligt bekommen“, sagt er.

Freuen würde er sich, wenn mehr Menschen Nebengelässe Schwalben zur Verfügung stellen. Es gibt Kunstnester, die man anbringen kann und die die Tiere animieren, sich ein eigenes Nest daneben zu „kleben“. Das Schwalbenhaus wird in unmittelbare Nähe von Wall und Storchenturm, der auch in diesem Jahr wieder unbewohnt blieb, errichtet.

Stark machen will sich der Nabu, berichtet der 59-Jährige weiter, für einen neuen Kinderbauernhof. „Wir wollen, wir brauchen einen Ort, an dem wir Kindern Umweltbildung und -erziehung ermöglichen. Dass der Kinderbauernhof geschlossen ist, ist wirklich sehr traurig. Das Naturschutzcamp von René Trocha gibt es zwar auch, aber das reicht einfach nicht“, sagt Ott. Der Nabu will mit der Gemeinde Gespräche führen, ob nicht an anderer Stelle der Kinderbauernhof wieder aufleben kann. Es gebe laut Ott auch die Möglichkeit, Fördermittel zu akquirieren. „Allerdings ist dies eine freiwillige Leistung der Gemeinde, das wird nicht einfach“, sagt Ott. Eine Refinanzierung sieht er zum Beispiel in der Ausrichtung von Feriencamps. (mei)

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