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Zittern um Opel-Jobs beginnt

Zittern um Opel-Jobs beginnt

Die Traditionsmarke Opel hat viele Aufs und Abs erlebt - nun steht sie vor dem Verkauf. Statt in Detroit könnten die Chefs bald in Paris sitzen. Deutsche Arbeitsplätze geraten in Gefahr.

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Beim Rennen in Schernsdorf konkurrierten 20 Hobbybastler mit insgesamt 16 Karren um die beste Zeit. Dabei herrschte eine Atmosphäre wie auf einem Volksfest.

Ralley
Die Seifenkisten rollen wieder in Schernsdorf

Jörg Hanisch / 17.09.2019, 08:00 Uhr
Schernsdorf (Freier Autor) Von Highspeed-Design bis zu rollenden Holzbrettern reichte in diesem Jahr die Palette der Seifenkisten beim achten Rennen in Schernsdorf. Seit dem ersten dieser Art herrscht an der Strecke Volksfeststimmung mit allem, was zu einem Rennen dazugehört. Das sind unter anderem die Wagenschau, die technische Fahrzeugabnahme durch einen Sachverständigen, Fahrerlager und die elektronische Zeitmessung. Die computermäßige Auswertung, Streckenposten und Starter verstehen sich von selbst.

Rennatmosphäre pur herrschte auch am vergangenen Sonnabend wieder, als sich 20 Fahrerinnen und Fahrer in 16 Seifenkisten zum Start anmeldeten. So traten sieben Kids, neun Teens und vier Oldies an, um die beste Zeit zu erreichen. Auch Vorjahressieger Carlos Kaldun aus Berlin vom "Racing Team Pankow" war wieder am Start und wollte seinen Titel in Schernsdorf verteidigen, was ihm auch gelang.

Etwas anders sah es bei Familie Nemke aus Müllrose aus. Papa Christopher schraubte noch kurz vor den Probeläufen an dem Gefährt, das seine Söhne Antonius (10) und Leonidas (8) zusammengebaut hatten, um durch die technische Abnahme zu kommen. Diese erfolgte mit Auflagen, so dass die beiden Jungs leider nur von der Halbdistanz der Strecke und außer Konkurrenz starten konnten. Die Sicherheit der Piloten stand nun mal an erster Stelle und Bremsen und Lenkung waren bei der "TÜV-Abnahme" die entscheidenden Kriterien.

Dennoch kam die Müllroser Seifenkiste der Ursprungsidee sehr nahe. Überhaupt sind der Fantasie der Bastler und Schrauber keine Grenzen gesetzt. Egal ob fahrender Liegestuhl oder Puppenwagen, rollende Schraube oder aerodynamisch durch gestylte Zigarre. Hauptsache, es rollt und bringt Tempo – und mit Zeiten zwischen 30 und 35 Sekunden war man da schon vorn mit dabei. Um diese wurde nach dem Probedurchgang dann auch im Wertungslauf gekämpft.

Ein jährlicher Höhepunkt im Ort

Bergauf gab es diesmal unerwartete Hilfe von außen. Torsten Berndt war mit seinem gelb-blauen Stockcar, einem alten Opel Kadett, gekommen und fungierte als Zugmaschine für die Seifenkisten zum Start auf den Gipfel der Rennstrecke. Der aus Wegendorf stammende Brummifahrer unternahm kleine Ausflüge mit den Kindern und wollte ursprünglich ohne Motor auch als Seifenkiste mitfahren. Das war aber schon auf Grund der Konstruktion nicht möglich und so kämpft er weiterhin um Punkte beim Racing Sport auf den Sand- und Geländepisten des Landes.

"Für uns ist das Seifenkistenrennen ein jährlicher Höhepunkt im Ort und ist wohl in der Region ein Alleinstellungsmerkmal", freute sich Ortsvorsteherin Michaela Stenzel. Von Amt Schlaubetal organisiert, bedankte sie sich für die tatkräftige Unterstützung vom Feuerwehrförderverein des Ortes, den Feuerwehren aus Schernsdorf und Rießen und von der Wasserwacht Müllrose.

Die logistischen Fäden im Ort liefen beim Vorsitzenden des Feuerwehrfördervereines Ronny Bäcker zusammen, der sich insbesondere bei der Jugendkoordinatorin des Amtes Schlaubetal Christina Zühlke und den zahlreichen Sponsoren für ihr Engagement bedankte. Diese gratulierte auch nach der Ortsvorsteherin dem neuernannten Ortswehrführer der Feuerwehr Schernsdorf, Karsten Post, zur Übernahme dieses Amtes.

Inzwischen hatten die Aktiven die Schnellsten unter sich  ausgefahren und gingen mit folgenden Platzierungen nach Hause: Bei den Oldies (16+) machte Ronny Bäcker den ersten Platz, gefolgt von Karsten Fröscher und Sebastian Hohenstein. Bei den Teens (11-15 Jahre) gewannen Carlos Kaldun, Elias Hoyer und Orlando Schmidt. Nelly-Marie Hoyer, Robin Günther und Tony Fröscher standen in der Kategorie Kids (6-10 Jahre) auf dem Siegertreppchen. Die Höchstgeschwindigkeit war in beiden Durchgängen übrigens 44 km/h.

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