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Hauptmann-Museum
Mit Gänsefeder und Bienenwachs

Geschickt: Marwin, Leonhard und Timo (v.l.) haben viel Spaß beim Eier batiken nach sorbischer Tradition – angeleitet von Elske Hildebrandt.
Geschickt: Marwin, Leonhard und Timo (v.l.) haben viel Spaß beim Eier batiken nach sorbischer Tradition – angeleitet von Elske Hildebrandt. © Foto: Marion Thomas
Marion Thomas / 03.04.2018, 06:45 Uhr
Erkner „Wollt ihr auch ein schönes Osterei bemalen?“ Mit freundlichem Lächeln begrüßt Elske Hildebrandt beim Familientag im Gerhart-Hauptmann-Museum am Sonnabend die Gäste. „Setzt euch zu uns“, sagt sie, „Eier batiken ist ganz einfach.“ Geduldig erklärt sie die einzelnen Arbeitsschritte der typisch sorbischen Tradition, Ostereier mit bunten Dekoren zu versehen: Mit einer auf die Rückseite eines Bleistifts gesteckten Glaskopfstecknadel oder einer angespitzten Gänsefeder wird heißes, flüssiges Bienenwachs auf ein weißes, rohes Ei aufgetragen und anschließend in ein Farbbad gelegt. Dies wird, so oft man mag, wiederholt, Schicht für Schicht in andere Farben getaucht. Erst zum Schluss wird das Ei ausgepustet, dann das Wachs über einer Kerze abgeschmolzen und mit einem weichen Tuch verrieben. „Jedes Ei wird anders, jedes Ei ist einfach wunderschön“, schwärmt Elske Hildebrandt und erzählt, schon seit vielen Jahren dieses Angebot für Kinder und ihre Familien zu unterbreiten – entstanden in ihrem Woltersdorfer Laden „Spielerei“ an der Schleuse, nun seit einiger Zeit auch zum Familientag im Erkneraner Museum.

Marwin und sein Bruder Leonhard sind mit Feuereifer dabei. „Das macht riesig Spaß“, meinen beide, und diese Art, Eier zu bemalen, sei mal was „total Neues“ für sie. Gegenüber sitzt Timo (4) und tupft ganz vorsichtig kleine Wachstropfen auf sein Ei. „Vor Ostern bemalen wir auch zu Hause gern viele Eier für unseren bunten Osterstrauß“, erzählt Mama Anne Behrens aus Erkner. „Ich hatte von diesem Angebot hier im Museum gelesen und wollte es mit Timo gern ausprobieren. Einfach toll.“

Im Nachbarraum sitzt Verena Schock, Veranstalterin des KinderCafés in der Novilla in Schöneweide, und leitet Interessierte an, ihre Mal- und Bastelideen auszuprobieren. Sabine Steinberg sitzt bei ihr und faltet bunte Schmetterlinge. „Ich bin eine bastelnde Großmutter“, sagt sie. „Ich muss ein wenig üben, damit ich mich bei meinen Enkeln nicht blamiere und ihnen zeigen kann, wie es geht.“ Sie ist aus Rahnsdorf gekommen und wie viele andere Gäste dankbar für die Aktion des Museums. Wer nicht basteln wollte, konnte sich in Ruhe das Museum anschauen – der Eintritt war frei.

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