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Leichtathletik
Carolin Mattern treibt die Männer an

Hagen Bernard / 23.04.2019, 02:15 Uhr
Eisenhüttenstadt Mit 78 Startern hat der Eisenhüttenstädter Ostercross neben der Inselhalle eine gute Besetzung gefunden. Zwar fehlten beim sechsten Wettbewerb um die Eisenhüttenstädter Stadtmeisterschaft im Laufen und Walken einige Stammgäste, dafür jedoch waren einige zum ersten Mal in dieser Saison erschienen. So die Nachwuchsläufer Paul und Leonie Grunow aus Steinsdorf und Maja Wittchen aus Bomsdorf, die auf Anhieb eine Podiumsplatzierung in ihrer Altersklasse über 1,7 Kilometer belegten. Oder auch die drei Schwestern aus Bremsdorf Hannah Eckert, Pauline Eckert und Stella-Marie Matzig.

Zum ersten Mal in dieser Saison dabei war auch Hagen Pohle, der traditionell für seinen Heimatverein Leichtathletik in Beeskow startet. "Ich kann sonst am Sonnabend nicht kommen", erklärt das 27-jährige Geher-Ass, der nach einem vor kurzem absolvierten Trainingslager in Mexiko und den vor einer Woche in Naumburg bestrittenen deutschen Meisterschaften über 20 Kilometer recht hohlwangig wirkte. Natürlich setzte sich der frischgebackene Bronzemedaillengewinner umgehend an die Spitze des Feldes und landete auf dem dreimal zu bewältigenden Rundkurs nach 17:16 Minuten einen Start-Ziel-Sieg. Allerdings war ihm dabei die 36-jährige Carolin Mattern vom OSC Berlin lange dicht auf den Fersen. Sie benötigte lediglich 22 Sekunden mehr. "Ich habe mich nicht voll verausgabt, doch vor der ersten Frau wollte ich schon sein. Dann merkte ich, dass mein Vorsprung immer größer wird", erklärt Pohle, der sich auf die Weltmeisterschaft im Oktober vorbereitet. Eher nach nationalen Meriten strebt Carolin Mattern. "Ich will am 18. Mai bei den Berlin-Brandenburger Meisterschaften die DM-Norm über 5000 Meter laufen. Ich hoffe, dass ich dann die 17 Minuten glatt schaffe", erklärt die in Königs Wusterhausen wohnende Athletin. Für sie wären die am 3. und 4. August ausgetragenen Titelkämpfe im Berliner Olympiastadion voraussichtlich der Abschied vom großen Sport auf nationaler Ebene.

Dritter im 34-köpfigen Feld über 5,1 Kilometer war der 19-jährige Marius Ziems von der BSG Stahl in 18:20 Minuten vor den drei MSV-Tripoint-Athleten Thomas Gogolin (M40/18:34), Tim Foerster (M35/19:23) und Jens Schneeweiß (M35/19:44). Andreas Hell (M45/Holzinger Sport/20:00) lief vor den sich für den Neuzeller Run & Bike in Form bringenden Sebastian Thierbach (M30/Neuzelle/20:16) und dem etwas indisponierten Torsten Ledwig (M50/Diehloer Hügelläufer/20:34) und dem immer stärker werdenden Maximilian Liebig (M20/Ziltendorf/20:52) ein. Zweitbeste Frau war Beate Ledwig (W50) in 23:01 vor der Frankfurterin Nicole Hobe (W40/23:30) ein. "Beate ist eine sehr gute Läuferin. Eigentlich müsste ich aufgrund meines Alters und meiner Schnelligkeit vor ihr sein, doch man merkt, sie bestreitet ständig Wettkämpfe", zollt Hobe ihr höchsten Respekt.

Oskar Reinus über 1,7 km vorn

Viel Beifall verdient hatte sich auch der elfjährige Eisenhüttenstädter Kanute Oskar Reinus, der in 6:38 Minuten unangefochten Schnellster über 1,7 Kilometer war. 20 Sekunden später folgte der ein Jahr ältere Beeskower Jannis Bullack, drittschnellster männlicher Starter war der erst neunjährige Hugo Briesenick aus Beeskow (7:32).

Schnellstes Mädchen war wie vor einem Monat beim Diehloer Hügellauf die elfjährige Eisenhüttenstädterin Marie-Luise Ledwig (7:26) vor Beate Bernard (LC Cottbus/7:52) und Pauline Eckert (bd. Jahrgang 2003/8:47). Sie wie auch alle anderen im Ziel erhielten wie in den Vorjahren jeweils zwei von der Vorsitzenden des organisierenden Eisenhüttenstädter Friedenshauses Mechthild Tschierschky gekochte und gefärbte Ostereier. Sie weilt traditionell zu Ostern auf der Insel Hiddensee. Die vier Gesamtsieger konnten sich überdies über einen Schokoladen-Osterhasen freuen.

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