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Minister Jörg Steinbach begeistert von Corona-Baustelle des Schwedter PCK

Thorsten Pifan / 02.05.2020, 05:00 Uhr - Aktualisiert 04.05.2020, 21:27
Schwedt (MOZ) Großes Lob von Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) für die PCK Raffinerie. Mitten in der Corona-Krise wird dort aktuell wie geplant die Aromaten-Anlage erneuert. Selbstverständlich laufen auch diese Arbeiten nicht wie geplant ab. Denn PCK hat im Vorfeld ein umfangreiches Sicherheitskonzept ausgearbeitet. Wie dieses in der Praxis umgesetzt wird und funktioniert, hat sich der Landes-­politiker am Donnerstag persönlich angeschaut.

Und auch bei dem Besuch lief es ein bisschen anders ab als sonst: Denn die Sicherheitsvorkehrungen bei PCK sind hoch. So wird jeder Besucher auf seine Körpertemperatur kontrolliert – und weil das Ergebnis beispielsweise beim Schwedter SPD-Landtagsabgeordneten Mike Bischoff bei der ersten Messung nicht eindeutig war, musste auch der bekannte Politiker ein zweites Mal zum Fiebertest. Da war dann aber alles im grünen Bereich.

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Auf der Baustelle selbst müssen die Arbeiter aktuell auch einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Gerade dies werde von den Beschäftigten nur ungern akzeptiert, erklärte Thomas Schulze, Leiter der Instandhaltung. Letztlich gebe es aber keine andere Möglichkeit, denn auf der Baustelle seien die Abstandsgebote nicht in allen Fällen zu jeder Zeit einzuhalten.

PCK-Chef Wulf Spitzley beziffert den Mehraufwand für den sogenannten "kleinen Stillstand" auf rund 30 Prozent. Auch der Zeitaufwand ist höher: Sollten die Arbeiten laut erstem Plan – ohne Corona-Sonderfall – noch am 11. Mai abgeschlossen sein, geht Schulze davon aus, dass weitere zehn Tage gebraucht werden.

Während des Ortstermins wurde deutlich, dass Jörg Steinbach vom Fach ist. Der Chemie-Ingenieur kam mit Schulze und dem stellvertretenden PCK-Geschäftsführer Josef Maily schnell ins Fachsimpeln. Das Resümee des Politikers nach dem Besuch: "Ich war von Anfang an in das Konzept von PCK eingebunden und fand es nach dem ersten Lesen sofort überzeugend." Steinbach war vor seiner Ministeriallaufbahn Sachverständiger auf dem Gebiet.

"Es gibt in Deutschland wohl nur vier oder fünf Unternehmen, die eine Arbeit in Corona-Zeiten ähnlich professionell umgesetzt hätten", sagte Steinbach. Er zeigte sich sehr beeindruckt, wie hoch der Schutz der Mitarbeiter und auch die Sicherheit für die Bevölkerung angesetzt sind. In Richtung Landkreis und Landrätin Karina Dörk erklärte Steinbach: "Wenn die Landrätin meinem fachlichen Urteil vertraut, kann ich ihr versichern, dass sie für den Rest der Arbeiten hier bei PCK nun ruhiger schlafen kann."

PCK-Chef Wulf Spitzley hatte noch einmal erläutert, was das Unternehmen dazu beigetragen habe, damit die Monteure, die für die Arbeiten jetzt in Schwedt sind, nicht wie sonst üblich in die Geschäfte drängen.

PCK verteilt Lunchpakete für alle drei Hauptmahlzeiten am Tag. Damit sollen die Arbeiter weitgehend versorgt werden. Allerdings, das berichten Schwedter immer wieder, seien Monteure auch jetzt anzutreffen.

Schwedts Bürgermeister Jürgen Polzehl (SPD) betonte dann auch, dass es keine Beschwerden gebe, weil viele ortsfremde Menschen in den Läden unterwegs sind. Die Schwedter kennen das – bei ähnlichen Arbeiten bilden sich vor allem in den Abendstunden an den Kassen der Supermärkte und Discounter längere Schlangen.

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