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Bürgermeisterwahl
Christiani hat die Nase vorn – nur nicht genug

Auszählung im Anglerheim Fangschleuse: Karin Meinharth, Gerda Grimm, Maria Giese und Martin Wiegold (v. l.) beobachten den vollen Einsatz von Nicole Brausch (Mitte).
Auszählung im Anglerheim Fangschleuse: Karin Meinharth, Gerda Grimm, Maria Giese und Martin Wiegold (v. l.) beobachten den vollen Einsatz von Nicole Brausch (Mitte). © Foto: Anke Beißer
Anke Beißer / 02.09.2019, 20:00 Uhr
Grünheide (MOZ) Als ein Grünheider am Sonntag, eine halbe Minute vor 18 Uhr, ins Fangschleuser Anglerheim stürmte, signalisierte ihm Wahlvorsteherin Maria Giese, er werde noch berücksichtigt. Ohne Wahlbenachrichtigung reichte der Personalausweis. Allerdings fand sich sein Name nicht in der Liste – er war ins falsche Lokal geeilt. Das nächste Mal schaue er genauer hin, sagte er mit leichtem Bedauern.

Von den 5980 Grünheider Wählern, die in ein Wahllokal hätten kommen können – 1431 hatten Briefwahl beantragt – fanden 3603 den Weg. Somit lag die Wahlbeteiligung bei der Bürgermeisterwahl bei 66,8 Prozent. Die Auszählung der Stimmen war der Landtagswahl hintenan gestellt. Im Anglerheim leerten die Wahlhelferinnen Nicole Brausch und Gerda Grimm um 18.35 Uhr die zweite Wahlurne, die mit den Stimmzetteln für das Gemeindeoberhaupt.

25 Minuten später lagen die grünen A4-Blätter sortiert auf dem Tisch. Zumindest an der Spitze spiegelte das Ergebnis jenes aller Ortsteile wider: Amtsinhaber Arne Christiani (Einzelbewerber) ging mit 41,7 Prozent als Sieger hervor, schaffte es – bei fünf Bewerbern erwartungsgemäß – aber nicht, mehr als die Hälfte aller Stimmen auf sich zu vereinen. Platz 2 ging an Thomas Wötzel (FDP, für das Bürgerbündnis angetreten) mit 23,2 Prozent. Beide stehen am 15. September in der Stichwahl.

Die drei unterlegenen Kandidaten kamen nahezu gleich ein: Nicole Blisse (AfD) 11,9 Prozent sowie die Einzelbewerber Uwe Werner 11,8 Prozent und Tobias Jurchen 11,4 Prozent. Nicole Blisse zeigte sich auf Nachfrage zufrieden, empfiehlt ihren Wählern das Kreuz nun bei Wötzel zu machen. Werner bezeichnet den Wahlkampf als gute Erfahrung mit vielen Anregungen für seine Arbeit als Gemeindevertreter und rät zur Wahl von Christiani. Jurchen bezeichnet sein Ergebnis als "gar nicht so schlecht" und erwägt, es in acht Jahren erneut zu probieren. Wen er empfiehlt, wolle er in persönlichen Gesprächen erklären.

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Michael Schweer-de Bailly 04.09.2019 - 09:04:30

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Ist ja eigenartig, dass Nicole Blisse mit ihren 11,9 Prozent zufrieden ist. Ihre Partei hat in Grünheide ja 25,7 Prozent erreicht – also mehr als das Doppelte. Da kann man das Ergebnis der AfD-Bürgermeisterkandidatin kaum als Erfolg bezeichnen.

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