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Pol’and’Rock
Polens Regierung sichert Sonderzüge zu

Festivalbesucher feiern beim Musikfestival "Haltestelle Woodstock" vor der Hauptbühne. Das Kultfestival an der deutsch-polnischen Grenze heißt jetzt "Pol’and’Rock".
Festivalbesucher feiern beim Musikfestival "Haltestelle Woodstock" vor der Hauptbühne. Das Kultfestival an der deutsch-polnischen Grenze heißt jetzt "Pol’and’Rock". © Foto: dpa/Sven Hoppe
dpa / 19.06.2019, 13:39 Uhr - Aktualisiert 19.06.2019, 14:18
Küstrin (dpa) Polens Regierung will das Open-Air-Festival "Pol’and’Rock" (1. bis 3. August) an der deutsch-polnischen Grenze mit Sonderzügen und Sicherheitspersonal unterstützen.

Aus Sorge um die Sicherheit der Festivalbesucher seien das Warschauer Infrakstrur- und Innenministerium damit beauftragt worden, Züge und Sicherheitspersonal zu organisieren, teilte der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki bei Twitter mit.

Zuvor hatte ein polnisches Regionalbahn-Unternehmen die seit Jahren eingesetzten Sonderzüge zum Kultfestival für 2019 aus wirtschaftlichen Gründen zunächst abgesagt und bei den "Pol’and’Rock"- Veranstaltern für Entrüstung gesorgt. Am Mittwoch kündigte die Bahn jedoch zusätzliche Zug-Verbindungen an.

Dies wurde von den Veranstalter des größten polnischen Open-Air-Festivals, ehemals "Haltestelle Woodstock" genannt, begrüßt. "Es freut uns sehr, dass der gesunde Menschenverstand gesiegt hat", sagte Sprecher Krzysztof Dobies dem Sender TVN24. "Es wird zusätzliche Züge geben, mit denen Zehntausende Festivalgäste nach Küstrin an der Oder (Kostrzyn nad Odra) fahren können." In den vergangenen Jahren nahmen an Polens größten Open-Air-Festival Hunderttausende Menschen teil. Auch bei deutschen Musikfans ist das Event sehr beliebt.

Allerdings hatten polnische Behörden das Festival in den vergangenen Jahren als Veranstaltung mit erhöhtem Risiko eingestuft. Grund sei die Terrorgefahr nach dem Anschlag vom Dezmeber 2016 im etwa 300 Kilometer entfernten Berlin, argumentierte die seit 2015 regierende Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS). Sie nannte auch Alkohol- und Drogen als Gefahr. Kritiker sehen hinter den strengen Sicherheitsauflagen eine Schikane. Die ausgelassene Feier sei der Regierung, die der katholischen Kirche nahesteht, ein Dorn im Auge, meinten sie.

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