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In Frankfurt findet bei der Polizei offenbar kein Generationenwechsel statt.

Polizisten im Durchschnitt 49 Jahre alt

Rund um die Uhr im Einsatz: In der gesamten Polizeiinspektion gibt es sieben Funkstreifenwagen
Rund um die Uhr im Einsatz: In der gesamten Polizeiinspektion gibt es sieben Funkstreifenwagen © Foto: dpa
Martin Stralau / 08.08.2016, 05:53 Uhr - Aktualisiert 08.08.2016, 16:06
Frankfurt (Oder) (MOZ) 57 von 70 Polizeibediensteten im Revierbereich Frankfurt (Oder) sind 41 Jahre oder älter. Der Altersdurchschnitt liegt bei 48,8. Das geht aus der Antwort von Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) auf eine Kleine Anfrage der CDU-Abgeordneten Jan Redmann und Björn Lakenmacher hervor.

Im Revierbereich Frankfurt (Oder) waren zum Stichtag 1.  Mai dieses Jahres 70 Polizeibedienste tätig. 57 von ihnen gehören dem Wachdienst an und 13 zum Revierdienst.

Dass die Polizei vor einem demografischen Problem steht, zeigt sich wie in vielen anderen Regionen Brandenburgs auch in der kreisfreien Stadt Frankfurt. Der Altersdurchschnitt der Mitarbeiter liegt hier bei 48,8 Jahren. Die Revierpolizisten sind im Durchschnitt sogar 54,5 Jahre alt. Ein Blick auf alle 70 Polizisten zeigt, dass lediglich zwei von ihnen 30 Jahre oder jünger sind - 57 sind hingegen 41 Jahre oder älter, wobei 33 von ihnen in der Gruppe der 51- bis 60-Jährigen auftauchen. Älter als 60 ist niemand. In der gesamten Polizeiinspektion Oder-Spree/Frankfurt (Oder), die für den benachbarten Landkreis und die Stadt zuständig ist, liegt der Altersdurchschnitt der 334 Bediensteten bei 49,4 Jahren.

Die Zahlen sind insofern erstaunlich, da ein Generationswechsel offenbar nicht stattfindet. Laut Antwort des Innenministers habe es in den Jahren 2012 bis heute im Revierbereich lediglich eine Einstellung gegeben: im Jahr 2015. Und im Bereich der gesamten Polizeiinspektion waren es vier - alle im mittleren Dienst. Trotzdem versichert Karl-Heinz Schröter: "Die Anzahl der Führungsfunktionen in der Polizeiinspektion und im Polizeirevier hat sich seit der Polizeistrukturreform 2011 nicht verändert." Welche Veränderungen in der Personalstruktur es im Zuge der weiteren Umsetzung der Polizeistrukturreform geben könnte, sei noch nicht entschieden. "Der Vorschlag der Umsetzungskommission zur Dienstpostenverteilung unter Berücksichtigung der Evaluierungsergebnisse befindet sich noch in der Abstimmung."

In ihrer Kleinen Anfrage wollten der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Landtag und deren Sprecher für Innenpolitik, Jan Redmann und Björn Lakenmacher, auch erfahren, wie sich das Betreuungsverhältnis Polizei zu Einwohnern gestaltet. Die Antworten zeigen, dass es sich seit der Polizeistrukturreform sogar geringfügig verbessert hat. Sieben Polizeirevierbereiche gibt es im Stadtbereich. Sie sind zuständig für 57 649 Frankfurter. Im Jahr 2015 - die Statistik für 2016 wird erst nach Abschluss des laufenden Jahres erstellt - lag das Betreuungsverhältnis bei 1:8235. Das bedeutet, dass ein Revierpolizeibereich für 8235 Bürger zuständig war. Im Jahr 2011 lag der Betreuungsschlüssel bei 1:8618 und verbesserte sich dann jedes Jahr.

Hinsichtlich der Erreichbarkeiten erklärt das Innenministerium, dass für die Bürger im Polizeirevier in der Nuhnenstraße 40 wie bisher auch rund um die Uhr eine "tatsächliche Ansprechmöglichkeit" bestehe. "Eine Einführung von Schließzeiten ist derzeit nicht geplant", heißt es weiter. Auch auf die Stärke der Funkstreifenwagen wird in den Antworten eingegangen. "Die Kräfte des Wachdienstes werden für den gesamten Inspektionsbereich nach Streifenbereichen eingesetzt."

Für die gesamte Polizeiinspektion sei seit 2013 "eine Mindeststärke von sieben Funkstreifenwagen festgelegt" - die ebenfalls rund um die Uhr im Einsatz sind. Je nach Lage könnten zusätzliche Funkstreifenwagenbesatzungen hinzugezogen werden.

Polizeirevier Frankfurt, Nuhnenstraße 40, geöffnet 24 Stunden; Tel. 0335 561-1230; https://polizei.brandenburg.de/

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