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Probleme durch Internet-Handel nehmen auch in der Region zu / Revierpolizei zieht Bilanz

Online-Betrug
Warnung trotz hoher Aufklärung

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Symbolbild © Foto: dpa/Christin Klose
Josefine Jahn / 04.09.2018, 20:56 Uhr
Seelow (MOZ) Die Betrugsfälle im Amtsbereich Seelow-Land sind im Vergleich zu 2016 von 17 auf 36 Fälle angestiegen. Im Revier Seelow waren es 2017 insgesamt 320 Fälle, in der Polizei-Inspektion Märkisch-Oderland 1911, im Vergleich zu 1470 Betrugsfällen in 2016. Das berichtete Polizeirevierleiter Thomas Wendland am Montag im Amtsausschuss Seelow-Land. Dessen Mitglieder hatten ihn und seinen Kollegen Andreas Zummack, seit März bei der Revierpolizei in Seelow, eingeladen. Wendland stellte den Abgeordneten den polizeilichen Jahresbericht 2017 vor.

Der Anstieg der Delikte im Bereich des Betruges sei vor allem auf den zunehmenden Online-Handel zurück zu führen, erklärt Wendland. 94,4 Prozent dieser Fälle im Amtsbereich konnten aufgeklärt werden. Dennoch mahnt der Revierleiter: „Wir haben zwar eine hohe Aufklärungsquote, aber trotzdem hat man erstmal den Ärger.“ Wendland vermutet  eine Zunahme auf dem Gebiet der Online-Kriminalität und warnt davor, leichtsinnig zu sein. Es gäbe zu viele, gerade ältere Menschen, die auf Telefon-Trickser herein fallen. Was die Internetkriminalität angeht, müsse man bei der Brandenburger Polizei noch nachlegen, auch personell, sagt Wendland. „Es wurden neue Dezernate geschaffen, Stichwort Cyberkriminalität, da sind wir also auf dem besten Weg“, sagt Thomas Wendland zuversichtlich.

Noch bevor Wendland auf die Kriminal-  und Verkehrsunfallstatistik einging, erinnerte er die Anwesenden an die laufende Polizeistrukturreform, die 2011 im Land Brandenburg begonnen hat und bis 2020 abgeschlossen werden soll. „Längst geht die Debatte nicht mehr um nur 7000 Polizisten in Brandenburg, mittlerweile sollen es 8250 sein, was bisher aber nur eine Absichtserklärung ist.“ Zur Einordnung ergänzt er, dass an der Fachhochschule der Polizei in Oranienburg zwar momentan mehr Auszubildende als sonst in die Lehre gegangen sind. Die Ausbildung dauere aber seine Zeit und mehr Mitarbeiter würden im Land in Pension gehen, sodass die Personaldecke dünner werde. Ein kleiner Lichtblick: „Der Dienst kann jetzt bis zu zwei Jahre verlängert werden“, berichtet Wendland.

Im Seelower Revier habe sich nichts verändert. Weiterhin sei hier sieben Tage die Woche jeweils 24 Stunden am Tag geöffnet, ein Blitzerwagen hier untergebracht.

Darüber wurden in der Polizeiinspektion Märkisch-Oderland im Jahr 2017 insgesamt 20555 Einsätze bewältigt, was einer durchschnittlichen Einsatzbelastung von rund 56 Prozent entspreche. Im Bereich des Revieres Seelow waren es 2017 insgesamt 2845 Einsätze. Bei denen ging es in 281 Fällen um Verkehrsunfälle mit Wild, gefolgt von 275 Verkehrsunfällen. An dritter Stelle steht mit 145 Einsätzen die Ruhestörung. In Fällen von Körperverletzung rückten die Revierpolizisten 93 Mal aus, 80 Mal wegen Sachbeschädigung.

Im Bereich des Amtes Seelow-Land wurden 2017 insgesamt 373 Einsätze bewältigt. Wobei Einsatz immer bedeute, dass dieser „von außen ausgelöst wurde. Also, wenn ein Bürger die 110 gewählt und uns gerufen hat“, erklärt Wendland.

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