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Stadt will keine Zeit verlieren

Nicht mehr zu stoppen: der Bau des neuen Rathauses an der Bürgermeister-/Ecke Grünstraße
Nicht mehr zu stoppen: der Bau des neuen Rathauses an der Bürgermeister-/Ecke Grünstraße © Foto: ZB
Sabine Rakitin / 07.03.2017, 06:50 Uhr
Bernau (MOZ) Die Stadtverwaltung will keine Zeit mehr verlieren. Bereits einen Tag nach dem Votum der Bernauer beim Bürgerentscheid stehen alle Zeichen auf die Fortsetzung der Planungen für den Rathausneubau.

Am späten Montagnachmittag verkündete Wahlleiterin Viola Lietz das amtliche Abstimmungsergebnis zum Bürgerentscheid "Stopp Rathaus-Neubau!". Von den 12315 abgegebenen Stimmen waren 12263 gültig. Von den gültigen Stimmen entfielen 4848 auf "ja" und 7415 auf "nein". Die Wahlbeteiligung lag bei 37,89 Prozent. Damit ist der Bürgerentscheid gescheitert. Das gesetzliche Quorum - die Stimmen von mindestens 25 Prozent aller Wahlberechtigten - hat keine Seite erreicht.

Dennoch: Eine deutliche Mehrheit der Bernauer hat sich für die weitere Planung des neuen Verwaltungsgebäudes an der Bürgermeister-/Ecke Grünstraße ausgesprochen. Und noch am Sonntagabend kündigt Bürgermeister André Stahl (Linke) an: "Als gute Entscheidung für die Stadt Bernau werden wir den Rathausbau konsequent umsetzen."

Nach der obligatorischen Dienstberatung am Montagvormittag geht es im Rathaus sogleich an die Arbeit. "Wir werden jetzt umgehend die Genehmigungsplanung weiter voran treiben und parallel dazu die Ausschreibungen vorbereiten", sagt Stahl. Auch der Umzug der Verwaltungsmitarbeiter aus dem einstigen Bankhaus in der Bürgermeisterstraße 25 in ein angemietetes Gebäude in der Zepernicker Chaussee werde vorbereitet. "Ich gehe davon aus, dass das alte Gebäude in der Bürgermeisterstraße im Juli, spätestens August, abgerissen und die Baugrube für den Rathausneubau ausgehoben werden kann", gibt sich das Stadtoberhaupt zuversichtlich. "Auch wenn wir durch den Bürgerentscheid drei Monate verloren haben: Unser Ziel ist es nach wie vor, 2020 in das neue Verwaltungsgebäude einzuziehen", sagt Stahl.

Der Rathauschef ist sich durchaus im Klaren darüber, dass die zuletzt für den Bau veranschlagten 15,8 Millionen Euro auf Biegen und Brechen eingehalten werden sollten. Die Stadt hat bereits im vergangenen Herbst einen Projektsteuerer mit der Kostenkontrolle beauftragt. "Wir versuchen nun, den politischen Raum mit einzubinden", verspricht Stahl.

Damit kommt er nicht nur den Initiatoren des gescheiterten Bürgerentscheids, den Unabhängigen entgegen, sondern auch den anderen Fraktionen. Während in der SPD/Freie Fraktion ähnlich wie bei der Erweiterung des städtischen Seniorenheimes "Regine Hildebrandt"- auf einen "Baubegleiter" aus dem Kreise der Stadtverordneten gesetzt wird, könnte sich die CDU beispielsweise einen temporären Bauausschuss der Stadtverordnetenversammlung vorstellen.

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