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Baugrube an der Bürgermeisterstraße ausgehoben und Rohbau vorbereitet

Projekt
Millionenbau wächst im Herzen Bernaus

Bagger heben Grube aus: Die Baustelle für das neue Rathaus in Bernaus historischer Mitte geht auch im Winter voran. Der Tiefbau arbeitet sich durch den Untergrund
Bagger heben Grube aus: Die Baustelle für das neue Rathaus in Bernaus historischer Mitte geht auch im Winter voran. Der Tiefbau arbeitet sich durch den Untergrund © Foto: MOZ/Sergej Scheibe
Andrea Linne / 23.01.2018, 21:37 Uhr
Bernau (MOZ) Das neue Rathaus an der Ecke Bürgermeisterstraße 25/Grünstraße ist bisher nur auf Plänen zu erkennen, doch die Baustelle hat sich mächtig gemausert. Der Tiefbau geht voran, schon wird die Baugrube ausgehoben, damit der Rohbau ab März entstehen kann.

Wie die Stadtverwaltung mitteilt, konnte bislang trotz der Temperaturen um den Gefrierpunkt weitergebaut werden. Nach dem Umzug der Verwaltungsmitarbeiter aus dem einstigen Bankhaus in der Bürgermeisterstraße 25 in ein angemietetes Gebäude in der Zepernicker Chaussee hatte Bürgermeister André Stahl (Linke) versprochen, zügig und termingerecht voranzukommen.

"Auch wenn wir durch den Bürgerentscheid im vergangenen Frühjahr drei Monate verloren haben: Unser Ziel ist es nach wie vor, 2020 in das neue Verwaltungsgebäude einzuziehen", hatte Stahl zuletzt festgehalten.

Die ursprünglichen Planungen waren um sechs Millionen Euro auf jetzt 15,8 Millionen Euro gestiegen. Deshalb gab es im März einen Bürgerentscheid. Die Mehrheit der Bernauer stimmte für den Weiterbau des dringend benötigten Verwaltungshauses, das in unmittelbarer Nähe zum historischen Rathaus entsteht.

Zunächst musste das alte Gebäude in der Bürgermeisterstraße abgebrochen werden. Auf dem Grundstück sind seither die Bagger im Einsatz. In den vergangenen Wochen bemerkten Anrainer in der Innenstadt immer wieder laute, knallende Geräusche. "Das ging auf die Drehbohranlage zurück, mit der wir so genannte Verbauträger einsetzen. Dabei werden Pfähle im Erdreich befestigt, mit der die Trägerbohlwand gehalten wird", so Bauleiter Werner Mayer-Biela. Der Fachmann sagt, dass somit verhindert werde, dass später Erdreich in die Baugrube nachrutschen könne. Um die Erschütterungen während des Baus in Grenzen zu halten, überwachen Messgeräten die Arbeiten. Bislang wurden die Grenzwerte zu keinem Zeitpunkt erreicht, teilt die Stadt mit.

Von der Ecke Bürgermeisterstraße/Kirchgasse graben aktuell die Bagger eineinhalb Meter tief in Richtung Pulverturm. In dieser Tiefe werden die Verbauträger stabilisiert: "Damit diese den Druck aus dem Straßenraum aushalten, werden Verankerungen schräg in das Erdreich unter der Straße getrieben, die die Pfähle stützen. Das Gerät, mit dem das geschieht, sieht spektakulär aus - wie ein Panzer", so Mayer-Biela. Die Arbeiten werden in der historischen Stadtmitte archäologisch begleitet. Parallel laufen Vorbereitungen für ein barrierefreies Besucherleitsystem und die Außenanlagen. Erste Entwürfe für den neuen Bürgersaal im ersten Stock des Gebäudes und als Tagungsort für Sitzungen der Stadtverordnetenversammlung gibt es ebenso.

Unter www.bernauimbau.de. lässt sich der Bau per webcam verfolgen.

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