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Studenten aus 32 Nationen reanimieren gleichzeitig eine Übungspuppe / Ausbildung in Erster Hilfe

Weltrekord an der Viadrina

Ausbildung für Lebensretter: Ein Medizinstudent der Charité unterweist einen Viadrina-Studenten in Erster Hilfe.
Ausbildung für Lebensretter: Ein Medizinstudent der Charité unterweist einen Viadrina-Studenten in Erster Hilfe. © Foto: Philipp Humbsch
Philipp Humbsch / 26.06.2017, 06:40 Uhr
Frankfurt (MOZ) (MOZ) Das Foyer im Gräfin-Dönhoff-Gebäude beherbergte vergangene Woche Gäste aus der Charité. Die Berliner Medizinstudenten waren gekommen, um den Studenten der Viadrina die Erste Hilfe beizubringen. Und sie wollten einen Weltrekord aufstellen, um auf das Thema Erste Hilfe aufmerksam zu machen: eine gemeinsame Reanimation an 90 Puppen.

Etwas Ähnliches hatten Studenten an der Uniklinik Köln erfolgreich probiert. Dort hatten nacheinander 144 Teilnehmer aus 74 Nationen eine Puppe reanimiert. Ganz so viele waren es in der Viadrina hingegen nicht, dort waren 90 Teilnehmer aus 32 Nationen vor Ort. Einen Weltrekord stellten die Studenten mit der Aktion trotzdem auf, erklärte Konrad Bohm: "Wir wollten zuerst den Kölner Rekord knacken. Aber als wir uns näher damit beschäftigt haben, wurde uns klar, dass wir das nicht können und nicht wollen, allein schon wegen der Hygiene." In Köln hatten 144 Teilnehmer dieselbe Puppe reanimiert. Der Guiness-Verlag, der jedes Jahr eine Sammlung aller Weltrekorde veröffentlicht, setzte die maximale Zeitspanne zwischen zwei Teilnehmern auf fünf Sekunden fest. Aber: "Egal, welche Desinfektionsmittel wir fanden, alle haben eine Einwirkzeit von mindestens 30 Sekunden. Damit ist der Rekord aus Köln nach unserer Sicht nicht knackbar, ohne dabei die Teilnehmer zu gefährden."

Stattdessen haben die Medizinstudenten aus der Charité 90 verschiedene Reanimationspuppen vorbereitet und jeder Teilnehmer bearbeitete seine eigene Puppe. "So etwas hat noch keiner vorher mit so vielen Nationen geschafft. Dass Angehörige von 32 Nationen gleichzeitig in einem Raum reanimieren, ist ein Weltrekord, und darauf sind wir stolz", so Konrad Bohm weiter. Nun heiße es, zu warten: "Wir beantragen natürlich die Anerkennung unseres Weltrekordes durch den Guiness-Verlag." Die Bearbeitungszeit dafür kann bis zu vier Monate dauern.

Die Initiatoren des Weltrekordversuchs gehören zum Verein Pépinière, der die Initiative "Jeder kann ein Held sein" an Brandenburger Schulen bringt. Im Rahmen dieser Initiative bilden Medizinstudenten Grundschüler in der Ersten Hilfe aus, und zwar kostenlos. Die Ausbildung an einer Hochschule war jetzt eine Premiere.

Dank des Weltrekordversuchs hatte der Verein Pépinière Sponsoren für neue Reanimationspuppen finden können. Die Puppen werden nun in einen Materialpool überführt, "den dann alle Hilfsorganisationen kostenlos nutzen können, wenn sie ebenso kostenlose Ausbildungen durchführen", erklärte Konrad Bohm. Einer der Hauptsponsoren war die Renate-Günther-Stiftung, die 20 neue Puppen kaufte. Der Frankfurter Lions-Club steuerte zehn Reanimationspuppen bei. Und die Frankfurter Brauhaus GmbH spendierte für den Weltrekordversuch 100 Liter Freibier.

Weitere Informationen zur Initiative gibt es auf Facebook unter https://www.facebook.com/dieHeldenmacher.

Das Foyer im Gräfin-Dönhoff-Gebäude beherbergte in der letzten Woche Gäste aus der Charité. Die Berliner Medizinstudenten waren gekommen, um den Studenten der Viadrina Erste-Hilfe beizubringen, und sie wollten einen Weltrekord aufstellen, um auf das Thema Erste-Hilfe aufmerksam zu machen: "Normalerweise bilden wir Grundschüler in ganz Brandenburg kostenlos in Erster-Hilfe aus, das wir an der Viadrina Studenten ausbilden, war eine Premiere", erklärt Konrad Bohm vom Verein Pépinière, der die Initiative "Jeder kann ein Held sein"  an Brandenburger Schulen bringt. "Viel zu wenige Menschen leisten im Notfall Erste-Hilfe, viele aus Angst etwas falsch zu machen oder weil sie glauben, dass andere zuständig wären." Die Medizinstudenten der Charité wollen das Thema der Laienreanimation in den öffentlichen Fokus ziehen, auch darum kamen sie an die Viadrina. Unterstützt wurden sie dabei vom Leo-Club an der Viadrina. Am Ende schulten die Studenten mehr als 120 Studenten in der Reanimation, Höhepunkt war die gemeinsame Reanimation an 90 Phantomen: "Wir haben für unsere Ausbildungen an den Grundschulen einen hohen Bedarf an Reanimationsphantomen. Durch den Weltrekord haben wir Sponsoren für neue Reanimationspuppen finden können, die wir nach dem Rekord in einen Materialpool überführen wollen, den dann alle Hilfsorganisationen kostenlos nutzen können, wenn sie ebenso kostenlose Ausbildungen durchführen." Einer der Hauptsponsoren war dabei die Renate-Günther Stiftung, die 20 neue Puppen kaufte, auch der Frankfurter Lions-Club spendete10 Reanimationspuppen. Das Frankfurter Brauhaus spendete für den Weltrekordversuch 100 Liter Freibier.  Etwas ähnliches hatten Studenten an der Uniklinik Köln erfolgreich probiert, in einem Marathon waren dort 144 Teilnehmer aus 74 Nationen beteiligt, die eine Puppe nacheinander reanimierten. Ganz so viele waren es  in der Viadrina hingegen nicht, dort waren 90 Teilnehmer aus 32 Nationen vor Ort. Einen Weltrekord stellten die Studenten mit der Aktion trotzdem auf, wie der Student aus Berlin stolz erklärt: "Es stimmt, wir wollten zu erst den Rekord der Uniklinik Köln knacken, aber als wir uns näher damit beschäftigt haben, wurde uns klar, dass wir das nicht können und nicht wollen, allein schon wegen der Hygiene." In der Uniklinik Köln hatten 144 Teilnehmer die selbe Puppe reanimiert - alle nacheinander an einem Phantom. Der Guiness-Verlag, der jedes Jahr eine Sammlung aller Weltrekorde veröffentlicht, setzte die maximale Zeitspanne zwischen zwei Teilnehmern auf fünf Sekunden fest: "Egal welche Desinfektionsmittel wir fanden, alle haben mindestens 30 Sekunden Einwirkzeit, damit ist der Rekord aus Köln nach unserer Sicht nicht knackbar, ohne die Teilnehmer zu gefährden." Stattdessen hatten die Medizinstudenten aus der Charité 90 verschiedene Reanimationspuppen vorbereitet, jeder Teilnehmer bearbeitete nur seine eigene Puppe. "So etwas hat noch keiner vorher mit so vielen Nationen geschafft. Das 32 Nationen gleichzeitig in einem Raum reanimieren ist ein Weltrekord, und darauf sind wir stolz."  Nun heißt es für die Berliner Studenten warten: "Wir beantragen natürlich die Anerkennung unseres Weltrekordes durch den Guiness-Verlag", die Bearbeitungszeit dafür kann bis zu vier Monate dauern. Genug Zeit für die Studenten, die nächsten Aktionen zu planen: "Wir hatten viel Spaß und bekamen viel positive Rückmeldung, natürlich machen wir weiter." Wer sich weiter über die Initiative informieren will, findet sich auf Facebook unter: https://www.facebook.com/dieHeldenmacher

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