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Reformationsschau
Luther – ein Jahr zu spät?

Gegensätze: Mit der Symbiose aus Draht, Holz und Farben bringt Kurt Kornmann seine Gedanken zum Ausdruck.
Gegensätze: Mit der Symbiose aus Draht, Holz und Farben bringt Kurt Kornmann seine Gedanken zum Ausdruck. © Foto: Jörg Hanisch
Jörg Hanisch / 17.06.2018, 07:00 Uhr
Eisenhüttenstadt Noch einmal Luther und die Reformation? Der  500. Jahrestag des Beginns der Reformation ist zwar vorbei, Luthers Gedanken und Luthers gelten aber weiter. Das ist nun in der Ausstellung „Reformation“ in der Galerie des Städtischen Museums in der Löwenstraße zu sehen. Deutsche und britische Künstler haben ihre Sicht der Dinge dar- und ausgestellt. Die Formate reichen von der Plastik bis zur Malerei.

Dass das Mittelalter mehr ist als Dunkelheit und grauer Alltag, dokumentiert zum Beispiel Kerstin Becker aus Zossen in ihrem Triptychon „Weltenwandel“ in grell leuchtenden Farben sehr eindrucksvoll. Doch auch die Symbiose aus Draht und Holz von Kurt Kornmann aus Werdohl regt zum Nachdenken, Staunen und Betrachten an. Untermalt in den Farben der Reformation (schwarz) und des Katholizismus (kardinalrot) sind Gegensätze, aber auch Einendes und Botschaften Überbringendes zu entdecken. „Schon der Gegensatz der Werkstoffe, zum Teil verrosteter Draht auf der einen Seite, frisches Holz auf der anderen, lässt Spielräume und Gestaltungsmöglichkeiten zu, die es kaum wieder gibt. Selbst auf Papier lässt sich das übertragen“, kommt Kurt Kornmann ins Schwärmen.

So vielfältig die Themen, so differenziert die künstlerischen Mittel in der Umsetzung der Thematik durch die 23 beteiligten Akteure an sich. Nicht umsonst wurde der Titel der Ausstellung so gestaltet, dass der Begriff „FORM“ im Wort Reformation groß geschrieben wurde.

Das Verweilen ist die eine Seite, sich Gedanken aus der Vergangenheit zum „Heute und Jetzt“ zu machen die andere, und in diesem Sinne wollen die Künstler ihre Ausstellung wohl verstanden wissen. Und so ist Luthers Lehre all gegenwärtig, zeitlos und damit auch nicht ein Jahr zu spät.(han)

Zu sehen ist die Ausstellung „Reformation“ bis zum 22. Juli zu den Öffnungszeiten des Städtischen Museums in der Löwenstraße 4 im Ortsteil Fürstenberg dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr und an den Wochenenden von 13 bis 17 Uhr.

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