Kaum ein Schiff könnte dies besser als die MS Astor. Denn mit maximal 578 Passagieren und insgesamt sieben Decks wirkt sie fast schon wie das Lotsenboot neben einem „Mein Schiff 5“ beispielsweise. Und während sich dort bei der Einschiffung gleich mehrere lange Schlangen bilden, wird der Astor-Passagier persönlich von einem Steward auf seine Kabine gebracht. Insgesamt zehn verschiedene Kategorien sind auf dem 1987 gebauten Ozeandampfer buchbar, die sich nach Größe, Lage und natürlich Ausstattung unterscheiden. Die Astor- sowie die beiden Senator-Suiten bieten dem gut betuchten Gast praktisch fast eine eigene Wohnung in Front der obersten Etage. Aber auch schon die 26 Quadratmeter großen Suiten, außen mit zwei bodentiefen Fenstern, lassen ein entspanntes Reisen zu. Genügend Platz für Paare. Familien finden gar Kabinen mit zwei Schlafräumen, so dass der Nachwuchs sein eigenes Reich hat. Das Interieur aller Unterkünfte ist gediegen, geradezu klassisch elegant und passt somit zum Anspruch, in  der Kreuzfahrt-Traditionen unterwegs zu sein.
Zwei Restaurants und zwei Bars sorgen fürs leibliche Wohlbefinden der Gäste, wobei ausschließlich im Waldorf-Restaurant zu  Abend serviert wird. Es gibt auch noch einen Gourmet-Tempel mit nur wenigen Plätzen, im dem mehrmals die Woche oder auf besondere Anforderungen ein mehrgängiges Menü serviert wird. Frisch Gezapftes oder exotische Cocktails gibt’s im Captain’s Club oder der Hanse-Bar. Letztere ist in jedem Fall bei schönem Wetter die erste Wahl, schließt sich der doch die Sonnenterrasse an. Ein Teak beplanktes Arial, das für Tanzabende und geselliges Beisammensein geradezu prädestiniert ist. Überhaupt verströmt die Heckseite der Astor einen besonderen Charme. Abgestuft übereinander finden sich dort mehrere Achterdecks, die ihr fast schon Yacht-Charakter verleihen.
Dieser kommt besonders dann zum tragen, wenn das Schiff sich in Passagen befindet, für die die üblichen Kreuzfahrer einfach mal eben zu riesig sind. Beispielsweise bei der Fahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal. Angesichts der Brücken dort wirkt die Astor kleiner als sie ist, zugleich wird man das Gefühl nicht los, fast auf seinem privaten Boot zu sitzen und mit Freunden eine gute Zeit zu haben. Das ist, was den Reiz der MS Astor mit ausmacht. Zugleich spürt der Passagier natürlich das Schiff, ist ein sonores Brummen in öffentlichen Bereichen fast allgegenwärtig. Der Größe geschuldet läuft man sich immer wieder über den Weg, lernt schnell neue Leute kennen, auch die Besatzung. Ob Kreuzfahrt- oder Hoteldirektor, denen begegnet der Passagier auf Schritt und Tritt. Nicht zuletzt sind stets zahlreiche Stammgäste an Bord. Die Astor hat sehr treue, mit über 40 Fahrten führt eine betagte Dame aus Kiel das Ranking an.
Weil die MS Astor eben auch kleinere Häfen anlaufen kann, will TransOcean Wismar zu einem Startpunkt für die Kreuzfahrten machen. Ab dem kommenden Jahr wird das Schiff in Europa bleiben und so regelmäßig in der Hansestadt vor Anker gehen. Doch die Astor ist natürlich auch hochseetauglich. Und so steht in diesem Jahr noch einmal eine halbe Weltumrundung mit Ziel Australien an. Gerade auf den langen Törns kommt man in die Gelegenheit, die kompletten Freizeiteinrichtungen des Schiffes zu nutzen. Sei es den Spa mit Innenpool und Sauna im untersten Deck oder den Sportkomplex im obersten, mit Jogging-Runde, Basketball-, Tennis- und Kleinfußball-Feld oder auch Tischtennis. Zudem warten Bibliothek, Spielzimmer, Theater, Shops. Langeweile sollte in jedem Fall ein Fremdwort an Bord sein, selbst auf der  Weltreise, zu der die MS Astor im Dezember 2019 aufbricht.
MS Astor
Baujahr: 1987, 2010 komplett renoviert
Länge: 176,5 Meter
Breite: 23,6 Meter
BRZ: 21 000
Geschwindigkeit: 16,5 Knoten
Reederei: Transocean Kreuzfahrten / Cruise & Maritime Voyages
Flagge: Bahamas
Kabinen: 289
Passagiere: 578 maximal
Crew: 282, international
Bordsprache: Deutsch, solange die Astor in Europa unterwegs ist; Englisch in Übersee, deutschsprachige Hostess an Bord
Besonderheiten
Dialysepatienten sind bei Kreuzfahrten auf der Astor willkommen. In Zusammenarbeit mit dem Hamburger Arzt Dr. Peter Rittich und der Schweizer Firma Diacare wird auf ausgewählten Routen eine Dialysestation betrieben. Die Dialyse-Termine finden individuell so abgestimmt statt, dass die Gäste die Möglichkeit haben, am Ausflugsprogramm, am Bordleben und an den Landgängen fast ohne Einschränkungen teilzunehmen.
Zigarettenraucher müssen bei Wind und Wetter nicht draußen stehen. Denn die Astor verfügt über eine Indoor-Raucherlounge, gleich neben dem Captain’s Club.
Singles reisen bei TransOcean günstig. Die alleinige Nutzung einer Kabine wird mit meist unter 20 Prozent Zuschlag auf den Preis berechnet. Es gibt aber auch ausgewiesene Single-Specials, bei denen Alleinreisende überhaupt keinen Zuschlag zahlen müssen.
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