Die Einheimischen des Dorfs Schenna kennen ihre eindrucksvolle Umgebung und deren besondere Kraftplätze. Die alpin-mediterrane Natur bietet vielfältige Erlebnisse für Körper, Geist und Seele – von der Sonnenaufgangswanderung über kristallklare, ruhige Bergseen bis hin zur so genannten „Katzenleiter“ am Waalweg mit Aussicht über den gesamten Meraner Talkessel. Wo Urlauber auch im Herbst noch die Seele baumeln lassen und ihre Akkus wieder aufladen können, zeigen folgende vier Ausflugs-Tipps in der und rund um die Südtiroler Gemeinde.

Im Morgengrauen zum Kreuzjöchl

In der Dunkelheit und Ruhe des nächtlichen Walds beginnt die Sonnenaufgangswanderung zum Spieler mit Elisabeth Unterthurner bereits um 3.30 Uhr in Falzeben nicht weit von Schenna. Wo sich später die Gondeln zum Pfiffinger Köpfl in die Lüfte erheben, begleiten das leise Rauschen der Bäume, der Duft nach Morgentau und Tierstimmen den Aufstieg.

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Das tiefe Einatmen der frischen Luft gibt laut der Wanderführerin Kraft für den Tag. Elisabeths selbstgemachte Müsliriegel versüßen den Marsch bis zum Kreuzjöchl. Barfuß im Tau lässt sich der letzte Anstieg bis zum Spieler ganz geerdet über weichen Almboden laufen, bevor die Sonne endlich die Gipfel erleuchtet. Im Anschluss gibt’s eine Stärkung mit Südtiroler Köstlichkeiten auf der Meraner Hütte.

Mit der Bergbahn Meran zum Pfiffinger Köpfl

Umgeben von rauem, felsigem Terrain liegt der Kratzberger See völlig ruhig und unbeeindruckt unterhalb der Verdinser Plattenspitze. Mutige hüpfen ins eiskalte Nass, um den Kopf frei zu bekommen. Wer lieber trocken bleibt, findet auf einem der riesigen Felsen ein schönes Fleckchen zum Sinnieren. Zu erreichen ist der See zunächst mit dem Bus ab Schenna zur Talstation der Bergbahn Meran 2000. Oben am Pfiffinger Köpfl angekommen, geht es über Markierung Nr. 3 vorbei an der Waidmannalm bis zum Missensteinjoch. Von dort führt der Europäische Fernwanderweg E5 direkt zum See. Zurück gelangen Wanderer absteigend über die Meraner Hütte, den Weg Nr. 14 zur Rotwandhütte und den Weg Nr. 18 bis zur Bergstation am Piffinger Köpfl.

Auf der Lauwandspitze den Wolken nah

Dem Himmel zum Greifen nah sind mutige Wanderer, wenn sie die 2.251 Meter hohe Lauwandspitze erklommen haben. Hoch über Schenna erhebt sich die mächtige Granitgestalt des Ifingers. In dessen langem Südwestkamm befindet sich der Gipfel der Lauwand, den man nach dreistündigem Aufstieg erreicht. Auf gleicher Höhe mit den Wolken beginnen die Gedanken beim Panoramablick auf die umliegenden Gipfel zu fliegen. Los geht die Tour an der Taseralm und den Schildern folgend zur Ifingerhütte. Von dort führt Steig 24 südlich aufwärts in Richtung Lauwandrücken und am Wetterkreuz des Egger Jöchl den felsigen Kamm empor zum Gipfelkreuz der „Lawand“, wie sie unter den Einheimischen genannt wird.

Blick aufs Meraner Land

Über eine kleine, steile Treppe – in Schenna bekannt als „Katzenleiter“ – besteigen Urlauber entlang des Schenner Waalwegs einen besonderen Aussichtspunkt. Dort offenbart sich der Ausblick über das gesamte Meraner Land, für ruhige Momente zu zweit oder wertvolle Zeit mit sich allein. Von Schenna geht es zunächst hinauf Richtung Schennaberg und zur Seilbahn Taser/Pichler. Den Wegweisern folgend, erreichen Erholungssuchende den Waalweg, der in südlicher Richtung zur romantischen „Katzenleiter“ führt. Weiter verläuft die Strecke entlang des ursprünglichen Bewässerungskanals in Richtung St. Georgen und durch den Wald – stets mit Panoramaaussicht auf Schenna und die Südtiroler Berge.

200 Kilometer Wanderwege

Auf der sonnigen Südseite oberhalb der Kurstadt Meran gelegen, zählt Schenna zu Südtirols aussichtsreichsten Bühnen mit Panoramablicken über das gesamte Mittlere Etschtal. Die Gemeinde mit ihren sechs Ortsteilen erstreckt sich von 400 bis 2.781 Meter. Sie erlaubt damit Wandertouren von mediterranen Tieflagen bis in alpine Höhen – auf über 200 Kilometern markierten Wegen. Das Beherbergungs-Angebot zeichnet sich durch seine hohe Servicequalität aus und umfasst luxuriöse Wellness-Hotels ebenso wie stilvolle Bauernhöfe. Schenna steht für Naturgenuss, Aktivsein und echte Südtiroler Gastfreundschaft.