Wer Washington hört, denkt groß. Doch im Vergleich zur weltweiten Bedeutung ist die US-Hauptstadt territorial gesehen eher klein. Kein Nachteil für den Touristen, denn von urbanen Hotspots hin zum Zentrum der Macht ist es selten mehr als ein ausgedehnter Spaziergang. So kann man angesagte Viertel, historisch bedeutsame Gegenden und die Pflichtstationen des Sightseeings meist in einem Durchgang erledigen.

Mit dem BigBus zu Kennedys Grab

Für alles andere gibt es den BigBus. Jene roten Doppeldecker-Busse, die auf drei unterschiedlichen Zirkellinien Washington abfahren und nichts, was von Bedeutung ist, auslassen. So gelangt man schließlich auch zum berühmten Friedhof nach Arlington, der schon in Virginia liegt. Bekannt außerhalb der USA vor allem für das Grab der Kennedys. Zugleich aber auch Ruhestätte für tausende Amerikaner, die ihr Leben für ihr Land gegeben haben.
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Ebenfalls im benachbarten Bundesstaat hat das Verteidigungsministerium seinen Sitz. Besucher verbinden aber mit dem Namen Pentagon vor allem die gleichnamige Mall, die größte, modernste und vor allem modisch angesagteste der Gegend.

Hippes Georgetown

Apropos angesagt: Das gilt auch für Georgetown. Der älteste Teil von DC ist zugleich der hippeste. Geschichte, Architektur und Lifestyle geben sich die Hand. Hier kann man ruhig wohnen, gut essen und edel shoppen. Dazu lockt viel Grün hinaus zum bummeln oder joggen.
Das ganze Gegenteil der Enge von Georgetown ist das Gebiet der National Mall. Von hier aus sieht und erreicht man fast alles, was bildlich für die Hauptstadt steht. Beginnend im Westen beim Lincoln Memorial erstreckt sich die Promenade über fast fünf Kilometer bis hin zum Regierungssitz, dem Capitol im Osten. Bei etwa einem Drittel, in Höhe des Washington Monuments – dem höchsten Ziegelbau der Welt – ist der Blick Richtung Norden frei auf das Weiße Haus, dem Amtssitz des US-Präsidenten. Doch die Amerikaner erstarren mitnichten beim Anblick von so viel Macht. Denn auf den bis zu 500 Meter breiten Rasenflächen der Mall treffen sie sich zahlreich an lauen Abenden, um gemeinsam softe Varianten von Baseball, Soccer oder Football zu spielen.
Zur gleichen Zeit sitzen die meisten Touristen auf den Treppen des Lincoln Memorials. Die untergehende Sonne taucht die Mall in gleißendes Licht, die Fotohandys klicken und die ganzen Sehenswürdigkeiten rücken gefühlt noch ein Stück weiter zusammen.

Smithsonian für jedes Wetter

Wenn es das Wetter einmal nicht gut meint mit dem Besucher, ist das in Washington mitnichten ein Grund für schlechte Laune. Denn es gibt The Smithsonian. Dieser Name steht für eine Stiftung, die – natürlich – den größten Museumskomplex der Welt betreibt. Entlang der National Mall befinden sich insgesamt neun Einrichtungen, die in irgendeiner Weise mit dem amerikanischen Volk und Kontinent zu tun haben. Und das beste ist, für einen Teil dieser wirklich sehenswerten Ausstellungen ist der Eintritt frei. Dazu gehören u.a.: African Art Museum, Air and Space Museum, American Art Museum, American History Museum, National Museum of the American Indian, Sackler Gallery, Natural History Museum. Letzteres ist das mit den meisten Besucherzahlen und bietet wirklich beeindruckenden Ausstellungen aus dem Bereich der Naturkunde. Zudem beherbergt es den Hope-Diamanten, einen der größten und vor allem sagenumwobensten Edelsteine überhaupt. Ebenfalls besichtigt werden kann „The Castle“. Das beeindruckende Backsteingebäude aus dem 19. Jahrhundert beherbergt neben Ausstellungen auch die gesamte Verwaltung des Museumskomplexes. Bei soviel Angebot wünscht man sich fast schon einen Regentag. http://www.si.edu

Ein Stück Europa am Dupont Circle

Übernachten: Die Zahl und Qualität der Unterkünfte in Washington ist durchaus einer Hauptstadt würdig. Unter den vielen guten Hotels aber sticht eines hervor, das so sehr europäisch, andererseits aber auch typisch amerikanisch ist: Denn das Dupont Circle ist Schmelztiegel der Kulturen.
Der Restaurantleiter aus Aserbaidschan, der Küchenchef aus Manchester und der Rezeptionist aus den Niederlanden. Direkt am quirligen Dupont Circle wird‘s richtig international. Denn das gleichnamige Hotel entpuppt sich als Schmelztiegel verschiedener Kulturen. An den Zimmer-Fenstern die so typischen – wenngleich in Hotels sehr seltenen – Shutter, die fürs ländliche Amerika stehen. In der Lobby und den Suiten echte Kunstwerke, das Interieur weltstädtisch und die Zimmerausstattung stylisch. Das ist kein Widerspruch. Ebenso wenig, dass ein Vertreter der Washingtoner Luxushotellerie zu einer familiär geführten Gruppe aus Irland gehört und deren einziger Ableger in Übersee ist. Nur 15 Gehminuten vom absoluten Zentrum der Weltmacht entfernt ist das Haus selbst Mittelpunkt eines urbanen Hotspots. Durch Cafe Dupont und Bar Dupont Teil des pulsierenden Lebens rund um den Circle von früh bis spät. Wer dies genießen will, hat es nie weit. Zum Morgenkaffee ins legendäre Kramerbooks & Afterwords Cafe gleich gegenüber oder Dinner beim urigen Mexikaner zwei Blocks weiter. Das Dupont Circle ist nahezu perfekter Ausgangspunkt, um Land und Leute in DC zu erkunden. Die fußläufig entfernte Metrostation oder die Haltepunkte des BigBus gleich um die Ecke machen die Entscheidung leicht. www.doylecollection.com/de

Washington DC

Hin und zurück: Der Dulles International Airport (IAD) ist das Tor in die Capital Region USA (Washington DC, Maryland,Virginia) und wird von allen großen europäischen Flughäfen angesteuert. Ohne Mietwagen kommt man am besten mit einem Shared Van (Sammeltaxi) in die City. Möglich ist auch das Taxi (teuer) oder eine Bus-Metro-Kombi (umständlich).