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Maria Höfer erinnern 461 bunte Anstecknadeln an wichtige und unterhaltsame Ereignisse ihres Lebens

Mainzelmännchen und Jungpioniere

Maria Höfer aus Hoppegarten sammelt Anstecknadeln 15.7.13
Maria Höfer aus Hoppegarten sammelt Anstecknadeln 15.7.13 © Foto: Irina Voigt
Irina Voigt / 17.07.2013, 13:46 Uhr - Aktualisiert 10.09.2013, 14:00
Hoppegarten (MOZ) Von Irina Voigt

Hoppegarten (MOZ) In diesem Jahr begeht der Landkreis Märkisch-Oderland sein 20-jähriges Bestehen. Ein guter Anlass, um Rekorde zwischen Lebus, Seelow, Bad Freienwalde und Strausberg vorzustellen. Heute: Maria Höfer aus Hoppegarten.

Von einigen Sammlungen hat sich Maria Höfer schon aus Platzgründen getrennt. "Mein Mann hat Flugzeugmodelle gebaut", sagt sie. Die hätte sie weggegeben, auch die Zeppeline. Aber von der kunstgewerblichen Elefantensammlung könne sie sich nicht trennen. Zurechtgelegt hat sie auch schon für die Heimatstube eine ganze Anzahl von Tüten und Tütchen, Flaschen und Fläschchen noch aus DDR-Zeiten. Pfefferkuchengewürz, Linda neutral oder Fleckenwasser Nuth. "Was sich so ansammelt", sagt die 78-jährige geborene Thüringerin. Die Sammlung, mit der sie sich bei der MOZ-Serie gemeldet hat, besteht aus Anstecknadeln - Pins oder Buttons, wie man heutzutage sagt.

Sorgfältig hat sie alle 461 Stück auf Korkplatten gesteckt. Verstaut werden die selbst zugeschnittenen Platten in A 4-Ablage-Kästen. "So ist Ordnung", sagt sie. Beim Aufstecken und Durchzählen sind ihr all die Anlässe wieder eingefallen, die mit den bunten Nadeln zusammenhängen. "Wir waren immer viel unterwegs", sagt sie, und dabei hätten sie als Andenken die Anstecker mitgebracht. Sie erinnern auch an Jubiläen, an Auszeichnungen oder heute hoch geschätzte Teilnahmebestätigungen.

So war Maria Höfer jahrelang bei den Berliner Tischtennisturnieren der Tausenden dabei. Bis nach der Wende. Ein schlichter Button trägt die Aufschrift "Erstes Gesamtdeutsches TTT 1990". "Gewonnen habe ich nicht, bin mal in die Endausscheide gekommen, war Zweite oder Dritte in meiner Altersgruppe", sagt sie. Auf der Platte, auf der sich Auto-Pins versammeln, klebt auch ein Zettel: "Wahren Sammlern kommt es nicht aufs Auto an!" Mainzelmännchen, Junge Pioniere und das Sandmännchen stecken friedlich beisammen auf einer anderen Platte. Aber auch alte Anhänger von Lederhosen finden sich. "Angefangen hat es eigentlich, als auf den Wanderstöcken meines Vaters kein Platz mehr für die Stocknägel war", erinnert sich Maria Höfer. Dafür hätten sie Abzeichen gekauft.

Keinen einzigen Anstecker habe sie geschenkt bekommen, sondern alle selbst mitgebracht. "Eröffnungen, Einweihungen, Feste wie das Friedensfest in Strausberg oder das an der Neuenhagener Arche oder offene Türen beim Baumarkt, wir waren immer dabei und es hat Spaß gemacht. Man erfährt vieles aus erster Hand und nun habe ich meine Erinnerungen daran. Und nun fällt mir alles wieder ein, wenn ich mir meine Schätze anschaue", sagt sie.

Die ganze Wohnung steckt voller Andenken. Vergilbte Familienfotos neben alten Sammelbänden von Zeitschriften von 1912. Aber auch zig Tausende Kilometer in Reisebussen stecken in sorgfältig geführten Ordnern. "Da ist alles drin, von der Reisebestätigung über Speisekarten und Eintrittsbilletts und natürlich viele, viele Fotos." Alles mit der ordentlichen, gut lesbaren Handschrift einer Grundschullehrerin, die Maria Höfer fast 40 Jahre lang war, versehen.

Können Sie da mithalten? Oder stellen Sie einen anderen kreisweiten Rekord auf? Dann melden Sie sich bitte unter Tel 03341 331450 oder per E-Mail an strausberg-red@moz.de.

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