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Hans Budach aus Lebus hat Trucks und Militärfahrzeuge in Miniaturformat gesammelt und präsentiert sie in selbstgebauten Schaukästen

Privatausstellung mit mehr als 1000 Modellen

Modellsammler Hans Budach hat in 26 Schaukästen auf seinem Hof mehr als 1000 Trucks, Panzer, Flugzeuge, Schiffe und Soldaten der Grande Armee Napoleons
Modellsammler Hans Budach hat in 26 Schaukästen auf seinem Hof mehr als 1000 Trucks, Panzer, Flugzeuge, Schiffe und Soldaten der Grande Armee Napoleons © Foto: Johann Müller
Ines Rath / 30.07.2013, 14:29 Uhr - Aktualisiert 10.09.2013, 14:04
Lebus (MOZ) In diesem Jahr begeht der Landkreis Märkisch-Oderland sein 20-jähriges Bestehen. Ein guter Anlass, um Rekorde zwischen Lebus, Seelow, Bad Freienwalde und Strausberg vorzustellen. Heute: Hans Budach aus Lebus hat mehr als 1000 Miniatur-Trucks, -Militärfahrzeuge, -Schiffe und -Flugzeuge gesammelt.

 

"Ich mache mir nichts aus Garten", sagt Hans Budach. Dort, wo seine Nachbarn Blumen und Gemüse züchten, spenden bei ihm Kiefern, Tannen und Douglasien Schatten. Doch das Areal hinter Haus und Hof ist mehr als Hans Budachs "Wäldchen": Der gebürtige Lebuser hat sich hier seine eigene kleine Miniaturen-Ausstellung geschaffen.

In 26 überdachten Schaukästen hat Budach, der am 8. August 88 Jahre alt wird, mehr als 1000 Modellfahrzeuge ausgestellt. Wie es sich einem gelernten Tischler und Zimmerer gehört, sind die Kästen im Fachwerkstil Marke Eigenbau.

Ihren Anfang habe seine Sammelleidenschaft Mitte der 90er-Jahre mit den Trucks genommen, die es zum Bier gab, erinnert sich Hans Budach. Bekannte und Verwandte halfen beim Zusammentragen der Modelle, so dass "kein Truck doppelt vorkommt", wie der einstige Mitarbeiter der ZBO Lebus betont. Er hat gezählt und ist auf 835 Modell-Trucks in seinen Schaukästen gekommen.

Später hat sich der Lebuser neue Felder für seine Sammlung erschlossen. Die waren vorwiegend militärischer Natur: In einem Schaukasten findet der Betrachter Modelle von Panzern aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, in einem anderen Flugzeuge deutscher wie britischer und amerikanischer Bauart.

Einer Maschine hat Hans Budach auf seinem Hof ein Denkmal gesetzt - einer Junkers 52, der Alten Tante Ju, wie die Maschine in Expertenkreisen genannt wird. "Aus einem solchen Flugzeug bin ich als Fallschirmspringer gesprungen", sagt der Lebuser, der mit 17 Jahren zum Kriegsdienst eingezogen worden ist und nur wie durch ein Wunder überlebt hat.

Auch wenn er mit Krieg "nichts am Hut" hat, wie Budach sagt: für historisches Militärgerät hat der Sammler ein Faible. Davon zeugt auch der letzte Schaukasten, den der Senior vor zwei Jahren gebaut und mit den "berühmtesten Kriegsschiffen des Zweiten Weltkrieges" im Miniaturformat bestückt hat, wie die Überschrift verrät.

Hier finden sich von der deutschen "Bismarck" über den britischen "Duke of York" und das amerikanische Schlachtschiff "Massachusetts" bis zum japanischen "Kirishima" die Modelle der bekanntesten Kriegsschiffe. Unter jedem Schiff gibt es eine kurze Beschreibung, die davon zeugt, dass der Sammler nicht nur baut und Modelle kauft, sondern sich auch mit deren Geschichte und Funktion befasst hat.

Die "Exoten" in Hans Budachs kleiner Privatausstellung könnten unterschiedlicher kaum sein: Da ist zum einen der Schaukasten am Zugang zum Wäldchen. Er beherbergt ein Zinnfiguren-Diorama mit dem Titel "Vorbereitung auf die Schlacht um Austerlitz der La Grande Armée de Napoleon". Da üben Kanoniere das Schießen, ist ein Hufschmied am Werk, erstattet ein General Napoleon Meldung. In einem Schubfach unter dem Schaukasten finden sich vier laminierte Blätter mit Hintergrundinformationen. Zwei andere Kästen beherbergen Miniaturen von Pferdewagen und Urlaubsandenken aus der ganzen Welt.

Für den Sammler steht fest: "Für mich ist Schluss." Krankheit hindert den Lebuser am Weiterbau. Die Hoffnung, dass die kleine Schau erhalten bleibt, ruht auf Budachs Enkel Dennis.

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