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Mobilität
BVG testet Rufbus im Umland

Berlkönig BC: Start und Endpunkt des neuen länderübergreifenden Rufbusses ist der U-Bahnhof Rudow.
Berlkönig BC: Start und Endpunkt des neuen länderübergreifenden Rufbusses ist der U-Bahnhof Rudow. © Foto: Maria Neuendorff
Maria Neuendorff / 02.08.2019, 18:30 Uhr - Aktualisiert 02.08.2019, 18:42
Berlin (MOZ) Ab Montag bringt der "Berlkönig BC" Pendler aus Dahme-Spreewald zum U-Bahnhof Rudow. In der Innenstadt gibt es jetzt einen 300 Bus.

In der Berliner Innenstadt sieht man sie schon länger. Die Kleinbusse mit dem bunten BVG-Muster und der Aufschrift "Berlkönig". Die Sammeltaxis der Berliner Verkehrsbetriebe sollen ab Montag nun auch erstmals das Umland ansteuern.

Drei Fahrzeuge bringen Fahrgäste von montags bis freitags von Schulzendorf und Teilen von Zeuthen (Dahme-Spreewald) zum U-Bahnhof Rudow. Die Endstation der U-Bahnlinie 7 ist auch wiederum fester Startpunkt für die Tour in den Berliner Speckgürtel.

Im Gegensatz zu den Innenstadt-Touren, die vier Euro aufwärts kosten und damit etwas billiger als eine Taxifahrt sind, reicht beim Berlkönig BC ein normales Ticket des VBB-Tarifbereichs BC plus 50 Cent Aufschlag.

Fahrgäste müssen die Fahrt allerdings mindestens eine halbe Stunde vorher online buchen. Per Handy gibt man seinen Standort ein und wird dann an einem virtuellen Haltepunkt nahe dem gewünschten Startort abgeholt. Dazu müssen sich Fahrgäste erst einmal die neue "BerlKönig BC-App" aus dem App-Store auf das Smartphone laden. Die Tickets werden mit Kreditkarte oder PayPal bargeldlos bezahlt.

Das Pilotprojekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. "Die Idee hat uns vom ersten Tag an begeistert. Wir freuen uns, dass unsere Region Vorreiter sein kann", sagte Landrat Stephan Loge (SPD) am Freitag bei einer Testfahrt.

Die Zehn-Sitzer-Busse sind zu pendlerfreundlichen Zeiten jeweils von montags bis freitags von 5 bis 9 Uhr und von 14 bis 20 Uhr unterwegs. In rund 20 Minuten geht es über die Autobahn von Berlin nach Brandenburg. Mit Linienbussen oder der S-Bahn sind Pendler für die rund zwölf Kilometer lange Strecke rund eine Dreiviertelstunde lang unterwegs und müssen mehrmals umsteigen.

Rufbusse für andere Gemeinden

"Es sind bereits weitere mögliche Einsatzgebiete für den BerlKönig BC in Planung", kündigte BVG-Sprecher Markus Falkner an. Derzeit werde überlegt, die digitalen Rufbusse auch zwischen Leegebruch (Oberhavel) und dem U-Bahnhof Alt-Tegel, zwischen Heiligensee und Alt-Tegel sowie zwischen Altlandsberg (Märkisch Oderland) und dem U-Bahnhof Hönow fahren zu lassen.

Aber auch in der Innenstadt verändern mehrere Buslinien ab Sonntag ihre Fahrpläne und Routen. Die Linie 245 fährt vom Zoologischen Garten über den Hauptbahnhof und weiter über Unter den Linden bis zum Alexanderplatz. Hierbei werden im Gegensatz zum Expressbus TXL, der bisher dort verkehrte, alle Haltestellen angefahren.

Die Flughafenlinie fährt dagegen vom Flughafen Tegel über den Hauptbahnhof zur neuen Endhaltestelle Robert-Koch-Platz. Dadurch könne ein stabiler Sechs-Minuten-Takt vom Flughafen Tegel zum Hauptbahnhof angeboten werde, so Falkner.

Premiere feiert die neue Buslinie 300. Sie passiert ähnlich wie die "Touristen-Linie 100" viele Sehenswürdigkeiten. Auf der Linie von der Philharmonie über die Linden  und East Side Gallery zum S+U Warschauer Straße, werden auch Elektrobusse fahren. Gleichzeitig ersetzt die Buslinie zwischen Alexanderplatz und S+U Warschauer Straße die Linie 248 und zwischen Potsdamer Platz und Alexanderplatz den 200er.

Auch letzterer macht sich ebenfalls auf einen neuen Weg. Die Busse fahren nun statt über den Boulevard Unter den Linden über die Leipziger Straße, vorbei am Roten Rathaus. Gemeinsam mit der Nachtbuslinie N2 ersetzen sie die Metrobuslinie M48, die zukünftig am U-Bahnhof Mohrenstraße endet.

Infos: App zum Rufbus unter https://go.bvg.de/berlkoenigBC

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