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Schlossparkcafé bleibt in der Familie

Tilman Trebs / 12.12.2014, 10:00 Uhr
Oranienburg (MZV) Die Stadtservice Oranienburg GmbH (SOG) wird auch in den kommenden drei Jahren das Schlosspark-Café betreiben. Das haben SOG-Geschäftsführer Kay Duberow und sein Amtskollege von der Tourismus und Kultur gGmbH (TJO), Jürgen Höhn, am Donnerstag vertraglich vereinbart.

Die SOG hatte die Bewirtschaftung des Schlossparkcafés im Jahr 2013 übernommen. Im ersten Jahr hatte die städtische Gesellschaft, die auch die Turm-Erlebniscity und deren Küche betreibt, noch einiges Lehrgeld bezahlt. Probleme gab es vor allem bei der Schlossparknacht, als Festbesucher lange für einen Imbiss warten mussten und schließlich die Vorräte ausgingen. "Wir haben dazu gelernt", sagt Jeanette Gordjy, die im Turm fürs Catering zuständig ist. Unter anderem, dass die Besucher im Schlosspark eher auf Kaffee, Kuchen und Eis aus sind, aber weniger auf Mittagsgerichte und Tagessuppen. Inzwischen gibt es als warme Mahlzeiten nur noch Kleinigkeiten wie Bockwurst oder Wiener mit Kartoffelsalat.

"Das reicht aber auch völlig", sagt TKO-Chef Höhn. "In der Nachbarschaft des Parks gibt es einige gute Restaurants, die von unsere Gästen gern angesteuert werden." Er geht davon aus, dass das Schlossparkcafé inzwischen den Nerv der Besucher ziemlich gut trifft. "Wir haben den Eindruck, dass die Gäste zufrieden sind." SOG-Marketingchef Werner Siegler schätzt, dass etwa jeder zweite der in diesem Jahr rund 120 000 Schlossparkbesucher einen Abstecher ins Café gemacht hat. Für die SOG ist dabei ein Überschuss im mittleren dreistelligen Bereich übrig geblieben. Das mag nicht viel sein, die städtischen Gesellschaften sind aber schon froh, wenn sie die Gastronomie nicht bezuschussen müssen.

Im Winter bleibt das Café geschlossen. Eröffnet wird es wieder am 8. April, bei besonders schönem Wetter eventuell auch früher. Die Öffnungszeiten werden etwas nach hinten verlegt. "Wir haben bemerkt, dass morgens um 10 Uhr kaum Bedarf besteht, dafür aber am späten Nachmittag noch Betrieb herrscht. Deshalb öffnen wir nun eine Stunde später und schließen das Café erst um 18 Uhr", erklärt Jeanette Gordjy. Außerhalb der Öffnungszeiten des Cafés sollen den Schlossparkgästen künftig Automaten mit kleinen Snacks und heißen Getränken zur Verfügung stehen. "Wir prüfen die Variante zumindest. Endgültig entschieden ist das aber noch nicht", so TKO-Chef Höhn.

Werner Siegler regte bei der Vertragsunterzeichnung an, auch in den entlegenen Ecken des Schlossparks stärker auf das gastronomische Angebot hinzuweisen. Mobile Wagen, die durch den Park geschoben, um Eis und Getränke unters Volk zu bringen, wird es aber weiterhin nicht geben.

Jürgen Höhn: "Steffen Riehn, der das Café früher einmal betrieben hat, hat solch ein Angebot mal mit einem Fahrrad unterbreitet. Es hat sich nicht gerechnet und das wird sich auf absehbare Zeit auch nicht lohnen. Schließlich muss dafür extra Personal abgestellt werden."

Im Café werden im Sommer immer zwei SOG-Servicekräfte im Einsatz sein, bei Festen und Hochbetrieb auch mehr. Jeanette Gordjy: "Wir können da sehr flexibel reagieren."

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Schloßparkcafé Steffen Riehn Stadtservice Werner Siegler Amtskollege

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