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Ruppiner Seenland
Coronavirus dämpft Hoffnung auf besseres Tourismusjahr

Traditionell am letzten Sonntag im April feiert die Stadt Oranienburg ihr "Orangefest". Sollte sich der Coronavirus weiter ausbreiten, könnte es aber noch zu einer Absage kommen (Archivbild).
Traditionell am letzten Sonntag im April feiert die Stadt Oranienburg ihr "Orangefest". Sollte sich der Coronavirus weiter ausbreiten, könnte es aber noch zu einer Absage kommen (Archivbild). © Foto: Soeren Stache
Tilman Trebs / 02.03.2020, 18:53 Uhr - Aktualisiert 03.03.2020, 14:41
Oranienburg (MOZ) Im vergangenen Jahr schlugen die geschlossene Schleuse Zaaren und die langwierigen Bombenentschärfungen an der Havel und dem Oder-Havel-Kanal ins Kontor der hiesigen Tourismusbranche. In diesem Jahr könnte es die Sorge vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus werden, welche die Bilanz trübt.

"Insgesamt wird die Epidemie die Reisefreude der Menschen dämpfen", sagte der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Ruppiner Seenland, Peter Krause, am Montag in Oranienburg. "Ich hoffe aber, dass der Ausflugsverkehr nicht einbricht und wir keine hohen Einbußen zu verzeichnen haben", sagte Krause. Er rechnet aber mit Stornierungen im Geschäftsreiseverkehr. "Das wird vor allem die Hoteliers und Pensionsbetriebe im Hennigsdorfer Raum treffen."

Folgen durch die Ausbreitung des Coronavirus fürchtet auch Jürgen Höhn von der Tourismus und Kultur gGmbH (TKO) in Oranienburg. "Das Thema umtreibt uns gerade sehr", sagte Höhn mit Blick auf die zahlreichen im und am Schlosspark geplanten Großveranstaltungen. Denn sollte die Coronakrise bis zum Saisonbeginn Ende April nicht beendet sein, sei mit Absagen zu rechnen. "Das würde uns hohe Verluste bescheren. Denn wir haben bereits Verträge geschlossen, die Zahlungsverpflichtungen beinhalten." Bislang bereite die TKO aber Veranstaltungen wie das Orange- und das Stadtfest oder die Schlossparknacht ganz regulär vor, sagte TKO-Chef Höhn.

Das vergangene Jahr schloss der Tourismusverband Ruppiner Seenland mit einem Zuwachs von 3,2 Prozent bei den Übernachtungen ab. Insgesamt kamen die Pensionen und Hotels auf 1,5 Millionen Übernachtungen. Die durchschnittliche Auslastung stieg auf 42,4 Prozent. Touristen wurden unter anderem durch die vielen Veranstaltungen zum Fontanejahr in den Neuruppiner Raum gelockt.

Für den Wassertourismus beklagte Peter Krause aber "erhebliche wirtschaftlichen Einbuße" im Jahr 2019.

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