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Coronavirus
Großveranstaltungen droht Absage

Heimspiel vor vollen Rängen: Durchschnittlich 800 Besucher verfolgen die Spiele des Oranienburger HC in der MBS-Arena der Turm-Erlebniscity. Das kommende Heimspiel soll nach aktuellem Stand stattfinden.
Heimspiel vor vollen Rängen: Durchschnittlich 800 Besucher verfolgen die Spiele des Oranienburger HC in der MBS-Arena der Turm-Erlebniscity. Das kommende Heimspiel soll nach aktuellem Stand stattfinden. © Foto: Moritz Franke
Tilman Trebs, Klaus D. Grote / 03.03.2020, 17:57 Uhr
Oranienburg (MOZ) Nach der ersten bestätigten Corona-Infektion in Oberhavel droht Großveranstaltungen im Landkreis die Absage.  Landrat Ludger Weskamp (SPD) empfahl am Dienstag, Veranstaltungen mit überregionaler Bedeutung und mehr als 500 Besuchern vorsorglich abzusagen. Die Entscheidung liege aber bei den Organisatoren.

Das Heimspiel der Oranienburger Handballer am Sonnabend in der MBS-Arena gegen Rostock soll aber stattfinden, "wenn die Lage unverändert bleibt", sagte OHC-Präsident Thomas Stahlberg. Der Verein werde im Laufe der Woche die Situation noch einmal bewerten. Theoretisch sei auch ein Spiel ohne Zuschauer möglich. Aus sportlicher Sicht wäre der OHC dann aber beim Heimspiel benachteiligt. "Die Zuschauer spielen eine große Rolle", so Stahlberg. Durchschnittlich 800 Menschen sind bei den Heimspielen dabei. Es werde Desinfektionsmittel an den Eingängen zur MBS-Arena geben. Auch die Turm-Erlebniscity plant vorläufig keine Einschränkungen.

Jürgen Höhn von der Tourismus und Kultur gGmbH (TKO) in Oranienburg schließt eine Absage von Großveranstaltungen am und im Schlosspark nicht aus, sollte es bis zum Saisonstart Ende April weitere Infektionen in der Region geben. "Das Thema umtreibt uns", sagte er am Montag, noch bevor der erste Corona-Fall in Oberhavel offiziell bekannt wurde. "Das würde uns hohe Verluste bescheren. Denn wir haben bereits Verträge geschlossen", sagte Höhn. Bislang bereite die TKO aber Veranstaltungen wie das Orange- und das Stadtfest oder die Schlossparknacht ganz regulär vor.

Beunruhigt ist auch die Tourismusbranche in der Region. "Insgesamt wird die Epidemie die Reisefreude der Menschen dämpfen", sagte der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Ruppiner Seenland, Peter Krause. "Ich hoffe aber, dass der Ausflugsverkehr nicht einbricht und wir keine hohen Einbußen zu verzeichnen haben", sagte Krause. Er rechne jedoch aufgrund der Corona-Situation mit Stornierungen im Geschäftsreiseverkehr. "Das wird vor allem die Pensionsbetriebe und Hoteliers im Hennigsdorfer Raum treffen."

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