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Wer am Montag das neue Jahr nicht gebührend begrüßte, holte das am Sonnabend mit der Partyband Sowieso in der Stadthalle nach

Nachgeschossen
Na sowas, nochmal Silvester

Kerstin Ewald / 07.01.2019, 06:00 Uhr - Aktualisiert 08.01.2019, 09:30
Bernau (MOZ) Schichtdienst, ängstliche Hundewelpen, Kinderparty oder, ein Magen, der sich noch nicht von der Weihnachtsgans erholt hat – es gibt viele Gründe, Silvester nicht die Korken knallen zu lassen. 70 Feierlustige holten das jetzt nach und ließen es bei der Bernauer Nachsilvester-Party krachen.

Nachsilvesterfeier in Bernauer Stadthalle
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Bernauer Nachsilvesterfeier

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Countdown, Feuerwerk, Pfannkuchen, üppiges Silvesterbuffet – die Silvestertraditionen unserer Breiten wurden am Wochenende nach Neujahr nochmal eins zu eins nachempfunden. „Geburtstage werden ja auch nicht immer am genauen Tag gefeiert“, meint Janek Laddey, der schon zum siebten Mal zur Nachsilvester-Feier in die Bernauer Stadthalle kommt. Als Polizist musste er schon oft Dienst schieben, wenn andere die Sau rauslassen. Dieses Mal saßen er und seine Frau Anja Laddey mit ihrem sensiblen Hund Abbey zu Hause.

„Wir haben einen tollen Freundeskreis, mit denen wir jedes Jahr hier her kommen“, so Janek Laddey, „außerdem ist eine Show mit Sowieso immer was Besonderes – Silvester oder wann auch immer.“

Genau das findet auch Frauke Focke aus Buch. Als treuer Fan versucht sie mit ihrem Partner Tilo Baier bei allen Auftritten von Sowieso dabei zu sein. Nicht nur am Frauentag und  beim Oktoberfest sind sie auf dem Posten, sie reisen den Lokalmatadoren auch nach Plötzky bei Magdeburg oder an die Ostsee hinterher. Uwe alias „Kurti“ Müller hat Frauke Focke heute extra eines ihrer Lieblingslieder gewidmet. Bei Sowieso heißen übrigens alle Müller. Nur der Lichttechniker Torsten Landschulz nicht. „Er soll aber durch Adoption noch eingemüllert werden“, erklärt Kurti Müller, bevor er in einer Bühnenpause Richtung Bar und Silvesterbuffet entschwindet. Er hat die Band im Jahr 1982 unter dem Namen Zebrastreifen mit seinem Bruder Olaf gegründet.

Petra Kania, die sich selbst als Partymaus bezeichnet, will bis an das Ende ihres Lebens jedes Jahr zum hiesigen Nachsilvester kommen. „Ich gehe bald in Rente und dann geht es erst richtig los!“, verspricht die Krankenschwester vom Helios Klinikum. Heute ist sie mit einer Freundin hier, die eine schwere Zeit hinter sich hat, und die sie versucht, etwas aufzumuntern. Silvester hatte Petra Kania Spätdienst und saß dann mit ihrem Kater auf der Couch. Andere Besucher finden es einfach nur praktisch, sich Silvester nicht zwischen einer Familienfeier und einem Abend mit Freunden entscheiden zu müssen. Sie feiern einfach zwei Mal.

Indes macht Roman Müller von seinem Keyboard aus eine kleine Umfrage: „Wer ist gehackt worden? Wer ist verheiratet? Wer davon lebt monogam?“. Na bitte, so lernt man sich kennen.

Auch auf dieser späten Silvesterparty unterhalten sich Leute natürlich über die berühmten Vorsätze fürs neue Jahr. Es macht aber den Anschein, als erwarteten viele der Partylöwen hier keine bahnbrechende Änderungen für 2019. „Ich gehe eigentlich geradlinig durchs Leben“, meint Oli Marquardt, der Silvester ebenfalls mit seinem jungen Hund das Haus hütete.  „Ich habe kein Bedürfnis, mein Leben zu ändern, schon gar nicht zu Silvester“, sagt er und setzt dann vielsagend hinzu: „Im Schicksal stecken wir natürlich nie drin!“

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