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Kleine Verschnaufpause im Luch

Helle Tupfer auf dem trostlosen Feld: Weit mehr als 100 Singschwäne rasten nahe der Dülmener Brücke in Fehrbellin. Norbert Schneeweiß von der Naturschutzstation Rhinluch vermutet, dass die Tiere dort vor allem Mais fressen.
Helle Tupfer auf dem trostlosen Feld: Weit mehr als 100 Singschwäne rasten nahe der Dülmener Brücke in Fehrbellin. Norbert Schneeweiß von der Naturschutzstation Rhinluch vermutet, dass die Tiere dort vor allem Mais fressen. © Foto: MZV/Howe
Judith Melzer-Voigt / 06.01.2015, 18:15 Uhr
Fehrbellin (MZV) Ihr trompetenartiger Ruf bringt zur Zeit viele Ruppiner dazu, einmal den Blick gen Himmel zu wenden: Singschwäne rasten seit ein paar Wochen in der Region. Teilweise können sogar sehr große Gruppen dieser imposanten Tiere beobachtet werden, so auf dem Feld nahe der Dülmener Brücke in Fehrbellin.

Laut Dr. Norbert Schneeweiß, Leiter der Naturschutzstation Rhinluch, überwintern die Singgänse seit vielen Jahren im Ruppiner Land. "Sie kommen, wenn die Kraniche wegziehen", so der Fachmann. Vor allem ab Oktober und November können die stattlichen Tiere beobachtet werden. Ab dann sind sie laut Schneeweiß vor allem an Flüssen, aber auch auf Feldern - egal ob Raps oder Mais - zu sehen. "Sie kommen aus den subpolaren Gebieten, aber auch aus Osteuropa", so Schneeweiß. Auch an der Ostsee oder an der Oder seien Singschwäne zu dieser Jahreszeit zu sehen. "Das ist ein schöner Aspekt im Herbst und Winter."

Die Singschwäne gehören zu den Pflanzenfressern. Doch Landwirte müssen nun nicht um ihre Einsaat fürchten: "Die Schwäne knabbern an den Blättern der Nutzpflanzen und richten keine Schäden an", erklärt Norbert Schneeweiß.

Wer dieser Tage die Singschwäne sieht und vielleicht ein Foto von ihnen schießen kann, sollte laut Schneeweiß auf die Tiere achten, die einen Halsring tragen, also registriert sind. Die Nummer auf dem jeweiligen Ring kann an die Naturschutzstation Rhinluch oder an Vogelwarten gemeldet werden. Dort können die Fachleute anschließend den Zug des jeweiligen Schwans nachvollziehen. "Derjenige, der die Nummer abgelesen hat, bekommt dann auch eine Rückmeldung, welche Stationen der Singschwan durchlaufen hat", so Schneeweiß.

Wie lange die Tiere mit dem schönen Ruf noch im Ruppiner Land zu sehen sind, hängt vom Wetter ab. Wenn die Wasserflächen in der Region zufrieren, ziehen die Singschwäne weiter in Richtung Westen. Im März oder Februar machen sie sich aber sowieso wieder auf den Weg nach Hause.

Die Staatliche Vogelschutzwarte in Buckow ist per Telefon unter (03 38 78) 6 02 57 erreichbar.

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