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Singschwantage: Der Himmel voller Trompeter

Im Nationalpark Unteres Odertal überwintern in jedem Jahr zwischen 500 und 1.500 Singschwäne.
Im Nationalpark Unteres Odertal überwintern in jedem Jahr zwischen 500 und 1.500 Singschwäne. © Foto: MOZ/Oliver Voigt
Dietmar Rietz / 09.02.2016, 18:47 Uhr - Aktualisiert 15.02.2016, 16:17
Criewen (MOZ) Bis zu 1500 Singschwäne rasten jährlich im Nationalpark Unteres Odertal. Sie bevölkern. Der Vogel des Glücks steht während der Singschwantage vom 12. bis 14. Februar im uckermärkischen Criewen im Mittelpunkt.

Das winterliche Schauspiel des Vogelzugs ist ein Phänomen, das Ornithologen, Naturliebhaber und auch Menschen, die Schwäne eher aus dem Stadtpark kennen, in die Flusslandschaft. Sie lernen auf einem Ausflug in den Nationalpark den Vogel des Glücks aus dem Nordosten Europas kennen: den Singschwan.

Criewen, 13.02.2016: Viele Besucher kamen am Samstag in das Nationalparkzentrum in Criewen, um an den Singschwantagen teilzunehmen.
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Singschwantage in Criewen

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Er ist graziler als der weit verbreitete Höckerschwan und unterscheidet sich vor allem durch den gelben Schnabel. Höckerschwäne haben einen orange-roten Schnabel mit dem typischen schwarzen Höcker. Sie haben im Gegensatz zu Singschwänen s-förmig gebogene Hälse und sind weitgehend stumm, während Singschwäne laut trompeten.

Derzeit sind die Singschwäne sowohl in der Luft über den Poldern bei Schwedt und am Himmel über der Stadt zu sehen als auch auf Rastplätzen auf dem Ackerland im Umland. Man kann sie auch in den Nasspoldern, zum Beispiel bei Criewen, tagsüber bis in die Abendstunden wunderbar hören und beobachten - mit dem Fernglas.

Singschwäne können durch spezielle Windungen in der Luftröhre laute Töne hervorstoßen und verständigen sich durch eine große Vielfalt unterschiedlicher nasaler Posaunenklänge. Vor allem beim Balzen werden diese Rufe immer lauter und schneller und steigern sich in der Gruppe zu einer Sinfonie, dem typischen, faszinierenden Schwanengesang.

Brandenburgs Umweltstaatssekretärin Carolin Schilde wird mit Nationalparkleiter Dirk Treichel die Singschwantage am 12. Februar um 15.30 Uhr im Criewener Nationalparkhaus eröffnen. Am 13. und 14. Februar bieten Mitarbeiter des Nationalparks und der Naturwacht zwischen 9 und 16 Uhr Exkursionen zu den Schlaf- und Nahrungsplätzen der Tiere. Diese sind als Fußwanderungen vom Nationalparkzentrum aus geplant. Sollten sich die Singschwäne in weiter entfernten Bereichen aufhalten, wird ein Shuttleverkehr organisiert.

Vorträge werden Wissenswertes zur Biologie und Lebensweise der schönen Wintergäste vermitteln. Für die Jüngsten öffnet in Criewen die "Singschwan-Werkstatt", in der aus verschiedenen Materialien Schwäne gestaltet werden können. Jeweils um 14 Uhr sind dort Märchen und Geschichten über Schwäne zu hören. In einem Lichtbildervortrag zeigt der Berliner Naturfotograf Josef Vorholt beeindruckende Singschwan-Aufnahmen, die ihm an der Oder und auf Island gelangen. Der Vortrag beginnt am 13. Februar um 17 Uhr.

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